Historie

Saison 2010|2011

In der Saison 2010|2011 drehte sich das Personal-Karussell beim FC wieder häufiger. Im Oktober 2010 mussten Trainer Zvonimir Soldo und Co-Trainer Michael Henke gehen. Die 2:1-Niederlage bei Hannover 96 war das letzte Spiel von Soldo als Chef-Coach des FC. Köln war Tabellenletzter und der FC traute dem Trainer-Team nicht mehr zu, der Mannschaft die nötigen Impulse für einen erfolgreichen Saison-Verlauf geben zu können. Neuer FC-Trainer wurde Frank Schaefer, der bis dahin die U23 des FC coachte. Den Co-Trainer-Posten übernahm FC-Legende Dirk Lottner. Damit setzte der FC auf ein echtes Kölner Trainergespann. Mit Schaefer war ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar. Doch auch auf der Chef-Etage änderte sich das Personal. Manager Michael Meier wurde von Volker Finke ersetzt, der zuvor noch als Coach des japanischen Erstligisten Urawa Red Diamonds aktiv war und in der Bundesliga als Trainer beim SC Freiburg viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet hatte.
Nachdem Frank Schaefer, der zwischenzeitlich eine Serie von sieben Heimsiegen in Folge feiern konnte, im April 2011 sein Amt zur Verfügung stellte, übernahm Volker Finke für die letzten drei Spieltage kommissarisch diesen Posten. Drei Siege samt 2:0-Heimsieg gegen Leverkusen sicherten schließlich den Klassenerhalt. Am Saionende belegte der FC einen guten zehnten Platz.
Doch nicht nur im Seniorenbereich fand die Spielzeit ein gelungenes Ende. Die U17 des FC sicherten sich mit einem 3:2-Erfolg im Finale bei Werder Bremen verdient die Deutsche B-Juniorenmeisterschaft. Der entscheidende Treffer von Lukas Scepanik wurde sogar zum Tor des Monats der ARD Sportschau gewählt.

Saison 2011|2012

Zur Saison 2011|2012 wurde Stale Solbakken als neuer Cheftrainer der Profimannschaft vorgestellt. Auch in der Amtszeit des Norwegers drehte sich das Personalkarussell im Verein weiter. Zunächst trat FC-Präsident Wolfgang Overath auf der Mitgliederversammlung in der Lanxess Arena im November 2011 zurück. Nachfolger der FC-Ikone wurde im April 2012 Werner Spinner. Spinner wurde zusammen mit seinen Vize-Kandidaten Harald „Toni“ Schumacher und Markus Ritterbach mit überzeugender Mehrheit von 91,4 Prozent ins Präsidium gewählt.
Währenddessen konnte sich die Mannschaft um FC-Kapitän Lukas Podolski zu keinem Zeitpunkt der Saison dem Abstiegskampf entziehen, und so mussten erst Volker Finke und nur einen Monat später auch Solbakken selbst ihren Hut nehmen. Für die finale Phase übernahm erneut das Trainergespann um Schaefer und Lottner die sportliche Verantwortung, ohne jedoch den fünften Bundesliga-Abstieg der Clubhistorie verhindern zu können.

Saison 2012|2013

Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga stand der Umbruch beim FC ganz oben auf der Agenda. Dabei sollte nicht nur die Mannschaft, sondern auch die sportliche Leitung ein neues Gesicht bekommen. So wurden neben den 44 Transferbewegungen im Spielerkader mit Holger Stanislawski und Jörg Jakobs auch ein neuer Trainer sowie Kaderplaner verpflichtet. Zunächst tat sich das runderneuerte FC-Ensemble aber schwer. In den ersten sechs Partien der Saison 2012|2013 fuhr der FC keinen einzigen Sieg ein und rangierte folgerichtig auf dem 17. Platz im Tableau. Doch die Verantwortlichen ließen sich davon nicht beirren und hielten am eingeschlagenen Weg fest. Der Lohn: Nach einer beeindruckenden Serie von zwischenzeitlich 15 Spielen in Folge ohne Niederlage hatte der FC bis zum vorletzten Spieltag noch die Chance, den Aufstiegsrelegationsplatz zu erreichen. Am Ende fehlten nur vier Punkte auf Platz drei und der 1. FC Köln beendeten die Saison als starker Fünfter. Für Stanislawski persönlich am Ende jedoch zu wenig. Der äußerst beliebte Trainer erklärte nach dem verpassten Aufstieg seinen Rücktritt zum Saisonende.

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Der Aufstieg trotz Abstieg; Lukas Podolski traf zehn Mal; 3.4.2004

2000 – 2004 - Auf und Ab und Auf

Die Kölner Anhänger hungerten nach Erfolg – 1999|2000 gab es ihn. Wenn auch nur in der 2. Bundesliga. Der FC „marschierte“ souverän durch die Saison, stieg bereits 4 Spieltage vor dem Ende rechnerisch auf und feierte sich und den „Heilsbringer“ – Trainer Ewald Lienen. Dem gebürtigen Ostwestfalen widmete man Lieder „vom Hl. Ewald“ und liebte ihn innig. Am 8. Mai 2000 stand die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus fest. Es sollte der Beginn einer kontinuierlichen Rückkehr an die deutsche Spitze werden. Was mit Rang 10 im ersten Comeback-Jahr 2000|2001 auch viel versprechend begann. Eine Saison später aber der erneute Abstieg. Trotz aller – auch wirtschaftlicher – Bemühungen zur Stärkung der Mannschaft, ging es 2001|2002 wieder in die 2. Liga. Trainer war inzwischen Friedhelm Funkel, der die Mannschaft 2002|2003 wieder nach oben führte. Auch diesmal folgte jedoch nur ein kurzes Gastspiel in der Bel-Etage. Am Ende der Spielzeit 2003|2004 hieß es erneut Abstieg. Diesmal gar als Bundesliga-Letzter...

Auftrag Aufstieg erfüllt; Huub Stevens

2004/2005

Drei Abstiege in sechs Spielzeiten haben ihre Spuren hinterlassen. Als sich der dritte Gang in Liga Zwei im Frühjahr 2004 anbahnte, führte dies auch zu einem Umbruch in der Clubführung. Albert Caspers, seit 1997 Clubpatron, dem der 1. FC Köln neue, moderne Strukturen verdankt, gibt im Mai 2004 seinen Rücktritt bekannt. Sportlich war ihm die Konsolidierung nicht gelungen. Als Nachfolger steht kein Geringerer als Wolfgang Overath bereit. Der Weltmeister von 1974 und Rekord-Nationalspieler des FC wird schließlich am 14. Juni 2004 zum 8. Präsidenten des 1. FC Köln gewählt. Er ist angetreten, um dem Club wieder sportliche Kontinuität und Erfolg zu bringen. Kurzfristig soll die Rückkehr in die Bundesliga geschafft werden, mittelfristig die Etablierung im deutschen Spitzenfußball. FC-Präsident Wolfgang Overath – eine neue Ära... Das erste Ziel wurde am 2. Mai 2005 erreicht - der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga!

Christoph Daum kehrt zurück zu seinem FC; 4.12.2006

2005 bis 2007

Nach nur einer Spielzeit im Oberhaus musste der FC im Sommer 2006 zum vierten Mal den Gang in die 2. Liga antreten. Chef-Trainer Uwe Rapolder wurde in der Winterpause beurlaubt, doch auch sein Nachfolger, der Schweizer Hanspeter Latour, konnte den Abstieg nicht verhindern. In der Zwischenzeit aber wurde FC-Eigengewächs Lukas Podolski zum absoluten Publikumsliebling und zu einer festen Größe in der Nationalmannschaft. Nach der Nominierung zur Europameisterschaft 2004 gehörte „Poldi“ auch zum Aufgebot bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Während seiner ersten Zugehörigkeit zum FC absolvierte Lukas Podolski 32 Länderspiele und erzielte dabei 15 Tore. Die erfolgreiche Talentförderung des Vereins bestätigte sich auch durch die Berufung von Lukas Sinkiewicz und Patrick Helmes in den Kreis der A-Nationalmannschaft. Der Höhepunkt der Saison 2006/2007 war diesmal kein sportlicher. Der Wiederaufstieg konnte leider nicht realisiert werden, dafür aber die Rückkehr von Christoph Daum ans Geißbockheim. Daum hörte auf sein Herz und wurde als Nachfolger von Hanspeter Latour nach 17 Jahren wieder Chef-Trainer des 1. FC Köln. Für ihn ist der FC nach wie vor eine „Herzensangelegenheit“ und sein Ziel war es, den Verein wieder dorthin zu führen, wo er mit ihm als Trainer schon mal war...

2007|2008 Zurück in der Bundesliga

In der Saison 2007|2008 ging es für den 1. FC Köln wieder rauf in Deutschlands höchste Spielklasse. Es war ein harter Kampf bis zum letztendlichen Aufstieg. Am 24. Spieltag belegte die Mannschaft von Trainer Christoph Daum noch den fünften Tabellenplatz. Doch der FC rückte in der Endphase der Saison noch enger zusammen, zeigte Fußball mit Leidenschaft und schaffte es die wichtigen Spiele für sich zu entscheiden. Am 31. Spieltag gelang dem FC ein 3:1-Heimsieg gegen Konkurrent TSG 1899 Hoffenheim. Zwei Spieltage später hatte der 1. FC Köln im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 die Chance den Aufstieg vor eigener Kulisse perfekt zu machen. Im ausverkauften RheinEnergieStadion gelang ein 2:0-Sieg gegen die Mainzer – die Rückkehr in die 1. Liga war geschafft. Das Stadion bebte und eine ganze Stadt feierte den Aufstieg zurück in die Bundesliga.

2008 – 2010 Der Prinz kütt no Hus

Trainer Christoph Daum hatte den 1. FC Köln in der Saison 2007|2008 wieder in die Bundesliga geführt. Ziel war es nun, den FC in der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren. In der Saison 2008|2009 hatte der FC gleich ein Schock-Erlebnis zu verkraften, das den Fußball völlig zur Nebensache werden ließ. Kapitän Ümit Özat brach am dritten Spieltag bei der Partie beim Karlsruher SC bewusstlos zusammen und musste notärztlich versorgt werden. Zum Glück erholte sich der sympathische Türke von der später diagnostizierten Herz-Muskel-Entzündung. Sportlich lief es für den FC gut, die Kölner hatten mit dem Abstieg nichts zu tun. Zehn Punkte hatte der 1. FC Köln am Ende der Spielzeit Vorsprung auf den Karlsruher SC, der zusammen mit Arminia Bielefeld den direkten Weg in die zweite Liga antreten musste. Köln wurde Zwölfter. Nach der Saison entschied sich Trainer Christoph Daum den 1. FC Köln in Richtung Türkei zu verlassen und so stellte der FC mit Chef-Coach Zvonimir Soldo und Co-Trainer Michael Henke ein neues Trainer-Gespann vor. Zudem gelang dem FC ein riesiger Coup: Lukas Podolski kehrte nach drei Jahren beim FC Bayern München zu seinem FC zurück – "der Prinz kütt no Hus" und die FC-Fans empfingen ihn mit offenen Armen. Die Begeisterung kannte keine Grenzen. Rund 20.000 FC-Fans ließen sich den Trainings-Auftakt im RheinEnergieStadion nicht entgehen. Am Ende der Spielzeit 2009|2010 landete der FC auf dem 13.ten Platz.

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Torjäger par excellence; Toni Polster; 17 Saisontreffer; 26.2.1994

1990 – 1996 - Anfang der 90er

Im Sommer 1990 die Überraschung – der FC trennte sich von Trainer Daum. Eine unerwartete und in der Öffentlichkeit und den Medien hart kritisierte Personalentscheidung. In den Folgejahren sollten große sportliche Taten ausbleiben. Einzig ein Einzug ins Pokalfinale gelang noch – 1991 gegen Werder Bremen. Im Halbfinale hatte Trainer Erich Rutemöller Stürmer Ordenewitz aufgefordert, sich absichtlich eine Rote Karte „abzuholen“, um im Endspiel spielen zu können – „Mach et, Otze!“ Ein Geständnis, das doch zur Sperre und einer Regeländerung führte... Der FC verlor nicht nur das Endspiel gegen die Hanseaten sondern auch in der Bundesliga zunehmend mehr Spiele als man gewinnen konnte. Fortan gab es öfter den Kampf gegen den Abstieg. Weniger um einen UEFA-Pokal-Platz oder gar die Meisterschaft. Nur 1991|1992 gelang noch einmal der Sprung ins internationale Geschäft, dem das Aus in der 1. UEFA-Pokal-Runde 1992|1993 folgte. Im gleichen Jahr verhinderte man den Absturz in die Zweitklassigkeit erst am vorletzten Spieltag – 1995|1996 gar erst in der allerletzten Runde...

Zweitklassigkeit trotz erstklassiger Fans; FC gegen KSC 0:1; 11.4.1998

1997 – 1998 - Der erste Abstieg

Am 8. Mai 1998 war es dann passiert. Der FC stieg erstmals in seiner drei Monate zuvor vollendeten 50-jährigen Geschichte ab. Auch der Star der Mannschaft, Toni „Doppelpack“ Polster, konnte mit seinen Toren den Gang in die Zweitklassigkeit nicht verhindern. Vor allem die enttäuschenden Heimniederlagen gegen direkte Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel in der Rückrunde der Spielzeit 1997|1998 ließen das eigentlich Unvorstellbare für den FC, seine Fans und eigentlich die ganze Stadt Köln Realität werden – die Geißböcke mussten in die 2. Bundesliga. „Echte Fründe stonn zosamme“ – in der Domstadt scheinbar nicht nur ein Lippenbekenntnis. Denn mit dem Abstieg erfuhr der 1. FC Köln eine Welle der Sympathie. FanClub-Neugründungen, Club-Beitritte – der FC boomte und boomt seither. Trotz der nun folgenden wechselvollen Jahre. Bemerkenswerte FC-Fans!

Zollstocker über Umwegen zum FC; Dirk Lottner mit Trainer Bernd Schuster; 24.1.1998

1998 – 1999 - Im Tal der Tränen

Das Ziel konnte klarer nicht sein: Direkter Wiederaufstieg! Und das nicht etwa irgendwie – sondern als Klassenprimus! Ausgegeben hatte die Parole kein Geringerer als Neu-Trainer Bernd Schuster. Ein Weltfußballer, dessen Stern zwischen 1978 und 1980 beim FC als „blonder Engel“ aufging. Nun war er ans Geißbockheim zurückgekehrt, um den FC wieder nach oben zu führen. Doch die harte Zweitliga-Realität sah anders aus. Schusters Team konnte nie die angestrebte dominante oder wenigstens eine führende Rolle spielen. Im Gegenteil. Nachdem der FC ein Auswärtsspiel bei Hannover 96 haushoch mit 1:6 verloren hatte und nur vier Tage später gegen St. Pauli daheim mit 0:4 hinten lag, blieb Schuster während der Halbzeitpause im strömenden Regen draußen stehen, wollte sein Team nicht sehen. Der Tiefpunkt war erreicht. Irgendwie ging die Saison zu Ende. Mit Schuster auf Rang 10 in Liga Zwei. Mit neuem Trainer sollte im Folgejahr ein neuer Anlauf genommen werden.

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Vierter DFB-Pokalsieg; Litti küsst den Pott; 11.6.1983

1982 – 1983 - Der letzte Titel im kölschen Derby

Die Saison 1982|1983 versprach wenig Höhepunkte. Die Mannschaft hatte an Attraktivität verloren, die Zuschauerzahlen gingen nach der WM in Spanien in der Bundesliga und vor allem in Köln nach unten – dennoch lautete die Devise: „Um den Titel mitspielen“. Um es vorweg zu nehmen: das gelang nicht. Rang Fünf in der Bundesliga. Zum Höhepunkt der Spielzeit avancierte stattdessen das DFB-Pokalfinale, das – einmalig bis heute – zwei Mannschaften aus derselben Stadt bestritten. FC gegen Fortuna. Köln gegen Köln in Köln – denn der DFB „korrigierte“ den Endspielort nach Zustandekommen dieser außergewöhnlichen Paarung. Am 11. Juni 1983 holte der 1. FC Köln seinen letzten Titel; gewann durch ein Tor von Pierre Littbarski zum vierten Mal den DFB-Pokal. Ohne dabei Begeisterungsstürme zu entfachen. Die „kleine“ Fortuna hatte sich tapfer gewehrt und viele Sympathien gewonnen – nicht aber den Pokal.

Klaus Allofs beim Wimpeltausch vor dem Finale; 30.4.1986

1983 – 1986 - Maßvolle 80er

Ziemlich unspektakulär präsentierte sich der Geißbock-Club zum Saisonauftakt 1983|1984. Noch immer standen beim FC neun „78er-Akteure“ unter Vertrag, ein Umbruch hatte noch nicht durchgreifend eingesetzt. Die Qualifikation für den UEFA-Pokal (damals der 6. Platz) war jetzt das Maß aller Dinge; nicht mehr die Meisterschaft. Und so folgten maßvolle Jahre in der Liga – bis 1985|1986 beinahe der große internationale Coup geglückt wäre. Erstmals, und bislang in der Clubhistorie einmalig, erreichte der FC ein europäisches Finale – das UEFA-Pokal-Endspiel 1986. Gegner war kein geringerer als der königliche Club von Real Madrid. Die Rot-Weißen konnten das Hinspiel lange offen gestalten, um dann doch im Bernabeau-Stadion mit 1:5 zu unterliegen. Und das Rückspiel durfte der FC dann nicht einmal daheim in Müngersdorf bestreiten. Die UEFA hatte wegen angeblicher Ausschreitungen von FC-Fans im Halbfinale eine Platzsperre verhängt. Im Berliner Olympiastadion gelang dem FC so auch nicht mehr als ein 2:0-Achtungserfolg.

Jubel auf dem Weg zur Vizemeisterschaft; 29.4.1989

1986 – 1990 - Noch einmal ganz nah dran...

Als 1986|1987 die 24. Bundesliga- Saison begann, glaubte man in Köln, eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben. Schwer wog der Abgang von Littbarski nach Frankreich, dafür konnten u. a. mit Morten Olsen prominente Neuzugänge verpflichtet werden. Doch nicht sportlicher Erfolg lieferte FC-Schlagzeilen. Das Buch „Anpfiff“ von „Toni“ Schumacher erregte die Gemüter und führte zur Trennung vom Club – nach 422 Bundesligaeinsätzen ging eine Ära zu Ende. Am Ende der turbulenten Spielzeit – in der es noch einen Manager-Abgang, einen Trainer- sowie einen Präsidentenwechsel gab, wurde der FC 10. in der Bundesliga. Um dann noch mal richtig anzugreifen… Christoph Daum reifte schnell und läutete drei große Spielzeiten ein, ehe der FC ins Mittelmaß abrutschen sollte. 3. Platz in der Saison 1987|1988, zweimal Vizemeister 1988|1989 und 1989|1990, dazu im gleichen Jahr das Erreichen des UEFA-Cup-Halbfinals – der FC war national in den Kreis der Großen zurückgekehrt.

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Siegtor durch Günter Netzer; Gerhard Welz hat keine Chance; 23.6.1973

1972 – 1973 - Das Jahrhundert-Endspiel

Noch immer trägt es einen großen „Titel“ – das DFB-Pokalfinale 1972|1973. Bis heute schwärmen Augenzeugen vom „Jahrhundert- Endspiel“. Das Duell 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach. Schauplatz: das Düsseldorfer Rheinstadion; mit rund 70.000 Zuschauern bis unters Dach gefüllt. Geißböcke gegen Fohlen – ein Nervenduell von der ersten bis zur letzten Minute. Nach 90 Minuten stand es 1:1-Unentschieden. Nun kam Günter Netzer, der zuvor auf der Bank geschmort hatte. Ohne Rücksprache mit Borussen-Trainer Hennes Weisweiler hatte er sich das Trikot mit der Nummer 12 übergestreift und sich selbst eingewechselt. Die 2. Minute der Verlängerung: Netzer im Doppelpass mit Rainer Bonhof, er zieht ab, und der Ball fliegt am verdutzten Gerd Welz vorbei ins Netz. Der FC-Keeper hatte eine Flanke erwartet, und das sollte es wohl auch werden. Doch Netzer rutschte der Ball über den Spann und senkte sich ins Tor. Der FC verlor sein drittes Endspiel in vier Jahren...

„Tschik“ Cajkovski mit Manager Karl-Heinz Thielen; September 1975

1973 – 1976 - Tschik wieder da und Frust gegen Borussia

Der FC startete hundsmiserabel in die Saison 1973|1974 und befand sich nach sieben Spieltagen mit 4:10 Punkten in einer tiefen Krise. Es kam – wie so oft – zum Trainerwechsel. Tschik Cajkovski kehrte ans Geißbockheim zurück und leitete die Wende ein. Am Ende wurde der FC Fünfter und schaffte – das war inzwischen Standard – noch die Qualifikation zum UEFA-Pokal. In der darauf folgenden Spielzeit 1974|1975 schaffte man auf europäischer Bühne den Durchmarsch bis ins Halbfinale – um schließlich einmal mehr an Borussia Mönchengladbach zu scheitern. Mit 1:3 und 0:1 schied der FC gegen den rheinischen Rivalen aus dem Wettbewerb – wie schon zwei Jahre zuvor – da verloren die Geißböcke nicht nur das DFB-Pokal-Endspiel gegen die Fohlen, sondern auch das UEFA-Pokal-Viertelfinale. Auch in der Saison 1975|1976 blieb man ohne Titel – international scheiterte der FC schon in Runde 2 an Spartak Moskau, national im Viertelfinale an Bayern München (2:5) und in der Bundesliga belegte man Rang Vier.

Zweiter Pokal-Triumph; Heinz Flohe und Gerhard Strack; 30.5.1977

1976 – 1977 - Hennes zurück und endlich wieder ein Titel

Der „verlorene Sohn“ war zurück – Hennes Weisweiler trainierte wieder die Geißböcke. Sein Willkommensgeschenk war mit dem Belgier Roger van Gool ein spektakulärer Neuzugang. Van Gool war der erste Millionentransfer der Bundesligageschichte (der FC überwies 1,15 Mio. DM an den FC Brügge). Was aber die ganze Saison über brodelte und die Fans beschäftigte war der Zwist zwischen Trainer Weisweiler und seinem Regisseur Wolfgang Overath – der letztlich im Eklat endete: Overath hatte im Laufe der Saison die Lust am Fußball verloren. Und auch der krönende Abschluss seiner Karriere blieb ihm verwehrt. Beim Wiederholungsendspiel um den DFB-Pokal – übrigens das einzige der deutschen Pokalgeschichte – gegen Hertha BSC Berlin hatte der Coach den Star aus dem Kader gestrichen. So holte der FC seinen zweiten Pokaltriumph ohne seinen Kapitän. Nach einem 1:1 nach Verlängerung im ersten Spiel in Hannover mussten beide Teams drei Tage später erneut im Niedersachsenstadion antreten. Diesmal siegte der FC mit 1:0 durch ein Tor von Dieter Müller, der in der Saison 1976|1977 in der Bundesliga mit 34 Treffern auch Torschützenkönig wurde.

Meister- und Pokal-Mannschaft; Mai 1978

1977 – 1978 - Das Double – der totale FC-Triumph

Der FC startete in seine erfolgreichste Saison 1977|1978 mit einem herben Dämpfer – bei Fortuna Düsseldorf setzte es am 1. Spieltag eine 1:5-Niederlage. Ansonsten gab es nur Superlative. So stellte Dieter Müller beim 7:2-Sieg über Werder Bremen mit sechs Treffern einen bis heute unerreichten Rekord auf (und wurde erneut Torschützenkönig – gemeinsam mit Gerd Müller). Am Ende der Saison gab es schließlich den totalen Erfolg. Zunächst verteidigte der FC den DFB-Pokal. Mit 2:0 besiegte der FC im Gelsenkirchener Parkstadion die Mannschaft, gegen die er so ernüchternd gestartet war – Fortuna Düsseldorf. Und dann holte man noch den Meistertitel – aber wie… Es war bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem „ewigen“ Rivalen Mönchengladbach. Ein Krimi bis zum Abpfiff des 34. Spieltages. Beide Teams waren punktgleich – der Tore-Vorsprung des FC betrug zehn Treffer. Nach Abpfiff der letzten 90 Minuten waren es derer nur noch 3. Denn die Borussia hatte mit einem sagenhaften 12:0 gewonnen; der FC „nur“ mit 5:0...

Dieter Müller; Torschütze zum 2:0 in Nottingham; 11.4.1979

1978 – 1979 - Kater-Stimmung

Zu den Neuzugängen der Saison 1978|1979 gehörten zwei Akteure, die später noch für Furore sorgen sollten: Pierre Littbarski und Bernd Schuster. Doch sportlich folgte dem totalen Triumph die Ernüchterung. Erklärtes Ziel war die Titelverteidigung. Doch zähneknirschend musste diese Maßgabe korrigiert werden – am Ende wurde man Fünfter. Ambitionen hatte der FC indes im Europapokal der Landesmeister. Er erreichte das Halbfinale – als Gegner wurde Nottingham Forest zugelost. Im Hinspiel im „City- Ground“ gab es in einem furiosen Spiel ein mehr als viel versprechendes 3:3. Forest-Stürmer Tony Woodcock (er wurde noch einer der beliebtesten Akteure im Geißbock-Trikot) schwärmte damals über den FC: „That‘s a wonderful team“. Gereicht hat‘s dennoch nicht. Im Rückspiel gab es ein nahezu „schockierendes“ 0:1. Der FC war draußen, verlor nun auch im DFB-Pokal (0:2 bei Hertha n. V.) und in der Liga fast die Nerven (0:6 beim HSV mit zwei Platzverweisen für Flohe und Neumann).

Duell heutiger Trainer: Lorenz-Günther Köstner foult Bernd Schuster; 16.8.1980

1979 – 1982 - Mit leeren Händen

Hennes Weisweiler war nicht mehr unumstritten. Double-Kapitän Heinz Flohe zog es zu 1860 München – mit der Saison 1979|1980 waren die erfolgreichen 70er Jahre nicht nur kalendarisch vorbei. Obwohl die Zielsetzung eines Titels da war, reichte es dafür nicht. In der Meisterschaft konnte der FC zwar lange oben mitspielen, als aber alle Titelchancen verspielt waren, warf der große Hennes Weisweiler noch vor Saisonende die Brocken hin. Mit neuem Coach, Karl-Heinz Heddergott, wurde man in der Liga Fünfter und verlor schließlich das DFB-Pokalfinale gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:2. Der Fußball- Lehrer blieb nur bis Oktober 1980 – lang genug für den „blonden Engel“ Bernd Schuster, der fortan sein Glück in Spanien zu finden versuchte. Der neue Coach, der Holländer Rinus Michels, erreichte in der Saison 1980|1981 nur noch Rang Acht um dann – 1981|1982 – schließlich wieder Vizemeister zu werden. Alles in allem stand der FC aber mit leeren Händen da.

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Hans Schäfer mit der Meisterschale; 12.5.1962

1960 – 1962 - Endlich Deutscher Meister

Auch in der Saison 1960|1961 dominierte der FC die Oberliga, wurde dort Erster, verpasste aber den Sprung ins Endspiel. Anders 1961|1962. Inzwischen schon Routine: die Oberliga-Meisterschaft, gefolgt von der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Und als Gruppensieger zog der FC ins Endspiel 1962 ein. Trainer war Tschik Cajkovski, Kapitän Hans Schäfer. Am 12. Mai 1962 wurde Bundestrainer Sepp Herberger Augenzeuge des Kölner Triumphs. Gegner auf dem Rasen war der Club aus Nürnberg. Die Kölner begannen die Partie eindrucksvoll und überlegen und kamen in der 22. Minute durch ihren Kapitän zum Führungstor. 15.000 FC-Anhänger unter den rund 82.000 im ausverkauften Berliner Olympiastadion jubelten und spürten schon früh, dass es an diesem Tage klappen könnte mit dem lang ersehnten Meistertitel. Am Ende hieß es klar und deutlich 4:0 für den FC!

Herrensitzung im Gürzenich

1962 – 1963 - Blamage in Schottland

Der FC schien stark und ausgeglichen genug, um den Meistertitel in der Saison 1962|1963 verteidigen zu können. Nicht nur der Titel in der Oberliga ging erwartungsgemäß an den FC, auch in der Endrunde gab es für Köln berauschende Kantersiege: 6:3 und 5:1 gegen Hertha BSC, 6:1 gegen Vorjahresfinalist 1. FC Nürnberg. Schon vor dem Endspiel stand für viele fest: Meister wird wieder der FC. Im Endspiel aber setzte es gegen Borussia Dortmund eine klare 1:3-Niederlage. Für die sieggewohnten Kölner eine herbe Enttäuschung. Zumal man auch international die Grenzen aufgezeigt bekam: Als Deutscher Meister reichte es lediglich zu einem Kurzauftritt in Europa. Im seit 1956 ausgetragenen Europapokal der Landesmeister trafen die Geißböcke auf den schottischen Meister FC Dundee. Der FC verlor im Hinspiel mit 1:8 – und Trainer Cajkovski meinte auf dem Rückflug: „Am besten, Flugzeug stürzt ab.“ Im Rückspiel siegte man zwar mit 4:0, war aber draußen...

Meister-Mannschaft 1964

1963 – 1964 - Erster Bundesliga-Meister

Von nun an gab es keine Endrunden und keine Finalspiele mehr. Die Bundesliga wurde aus der Taufe gehoben und startete am 24. August 1963 in ihre erste Saison. Eine Leistungskonzentration der 16 besten deutschen Mannschaften in einer Spielklasse. Der FC war von Anfang an dabei und drückte der neuen Eliteklasse auch gleich seinen Stempel auf. Mit einem ungefährdeten 2:0-Erfolg starteten die Geißböcke in die neue Liga. Der 19-jährige Wolfgang Overath und Christian Müller erzielten die Tore beim 1. FC Saarbrücken. In insgesamt 30 Meisterschaftsspielen gab es nur 2 Niederlagen – das reichte, um am Ende ganz oben zu stehen. Der zweite Titel nach 1962 war gewonnen. Und Franz Kremer hatte sein großes Ziel erreicht: Die neue Bundesliga, die er entscheidend mit ins Leben gerufen hatte, mit „seinem“ FC an der Spitze!

Pure Enttäuschung, Wolfgang Weber wird vom Platz geführt; 24.3.1965

1964 – 1965 - Das Liverpool-Drama

Als amtierender Meister startete der FC in die Saison 1964|1965. Und hatte ein Novum zu bieten – den ersten Brasilianer der Bundesliga: „Zeze“. Der eigentlich sensationelle Transfer entpuppte sich aber als Flop; Zeze spielte ganze fünf Spiele und verschwand danach wieder. Wesentlich effektiver: Neuzugang Hannes Löhr. Das Ereignis der Saison aber war das Viertelfinal-Duell im Europapokal der Landesmeister gegen den FC Liverpool im März 1965. In insgesamt drei Spielen standen sich der deutsche und der englische Meister gegenüber – Hin- und Rückspiel endeten jeweils 0:0; das Entscheidungsspiel auf neutralem Platz in Rotterdam nach Verlängerung ebenfalls Remis: 2:2. So musste das Los entscheiden – ein Münzwurf des Schiedsrichters. Und auch das gelang erst im zweiten Versuch – zunächst war die Plastikscheibe senkrecht im morastigen Boden stecken geblieben… Glück für Liverpool: der Losentscheid machte sie zu Siegern – Pech für Wolfgang „Bulle“ Weber. Er spielte ab der Halbzeit mit einem Wadenbeinbruch. Das Duell Köln – Liverpool machte die Fußballgeschichte um eine Legende reicher...

Heinz Hornig trifft zum 1:0; FC gegen Schalke (2:1); 24.9.1966

1965 – 1967 - Umbruch und hohe Ansprüche

Die Saison 1965|1966 brachte einige Veränderungen. Die Liga war auf 18 Vereine aufgestockt worden – und die Aufsteiger hießen Borussia Mönchengladbach und Bayern München. Die beiden Clubs also, die in den Siebzigern den deutschen Fußball dominieren würden. Und deren Trainer waren zwei ehemalige Kölner – Tschik Cajkovski bei den Bayern und Hennes Weisweiler bei den Gladbachern. Beim FC hängte ein Urgestein die Schuhe endgültig an den Nagel: Hans Schäfer hörte auf. Der inzwischen 37-Jährige, seit 1948 beim Verein, war zunehmend von Verletzungen geplagt. Ohne die „Knoll“ wurde es eine „durchwachsene“ Saison. Die Ansprüche im Umfeld des Geißbockheims waren sehr hoch, und ein fünfter Rang entsprach ihnen keineswegs. Auch nicht der siebte Platz in der Folgesaison 1966|1967. Zu wenig für die kölsche Seele...

Siegerfoto nach dem ersten Pokal-Triumph; 9.6.1968

1967 – 1968 - Trauer und Triumph

1967|1968 – eine Spielzeit im Zwiespalt der Gefühle. Im November 1967 hieß es unerwartet Abschied nehmen von „Boss“ Franz Kremer und am Ende der Saison gelang es endlich, den DFB-Pokal nach Köln zu holen. Schon seit Monaten hatte der erste Präsident des FC seine Mannschaft aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu Auswärtsspielen begleitet; doch nur seine Frau Liselotte und ganz enge Vertraute wussten, dass man sich große Sorgen um den „Boss“ machen musste. Am 11. November 1967, einem Bundesligaspieltag (der FC spielte und siegte in Frankfurt 2:1), starb Kremer daheim bei der Rundfunkübertragung zu früh – mit gerade einmal 62 Jahren. Im Pokalwettbewerb 1967|1968 trumpften die Geißböcke groß auf und holten endlich wieder einen Titel. Am 9. Juni 1968 fand in Ludwigshafen das Endspiel statt. Gegner war Regionalligist VfL Bochum. Am Ende hieß es 4:1 für den höherklassigen Favoriten aus der Domstadt. Der erste von vier Pokalsiegen des FC!

Entscheidungsspiel im Abstiegskampf, FC gegen Nürnberg; 7.6.1969

1968 – 1969 - Noch mal „jot jejange...“

„Eines darf nie, niemals passieren! Dass der 1. FC Köln aus der Bundesliga absteigt!“, soll Franz Kremer einst gesagt haben. Sein Wunsch hat bis heute nicht gehalten. Beinahe aber wäre dem FC schon Ende der 60er Jahre erstmals der Abstieg widerfahren. In der Saison 1968|1969 verloren die Geißböcke auswärts in schöner Regelmäßigkeit. Und so kam es am letzten Spieltag zum alles entscheidenden Duell mit dem „Club“ aus Nürnberg. Dem FC hätte schon ein Unentschieden gereicht. 53.000 Zuschauer in Müngersdorf – das war Saisonrekord – brüllten in der 51. Minute die ganze Anspannung heraus, als Wolfgang Overath mit dem 1:0 für die Erlösung sorgte. Am Ende hieß es 3:0 – Nürnberg stieg als amtierender Meister ab. Für den FC war es noch mal „jot jejange“ und der Abstieg wurde um 29 Jahre vertagt...

Löhr verwandelt gegen Norbert Nigbur; 10.6.1972

1969 – 1972 - FC wird zur Pokalmannschaft

Nach der verpatzten Saison 1968|1969 war die große Frage, wohin der Weg des FC führen würde. Einen nochmaligen Kampf gegen den Abstieg konnten sich selbst Skeptiker nicht vorstellen. In der Tat gelangen dem FC in den Folgejahren wieder bessere Platzierungen. Der Pokal aber wurde zur neuen Liebe des FC. 1969|1970 erreichten die Geißböcke erneut das Finale, in dem sie allerdings am Neu-Bundesligisten Offenbach scheiterten (1:2). Auch 1970|1971 erreichte der FC das Endspiel (verlor wieder, diesmal gegen den FC Bayern München, in Stuttgart, 1:2 n. V.). 1971|1972 erreichte man das Halbfinale. Gegner war Schalke 04. Das Hinspiel gewann der FC mit 4:1; das Rückspiel verlor er mit 2:5 – Verlängerung und Elfmeterschießen. Insgesamt 16 (!) Anläufe benötigten die Spieler beider Teams, um den Sieger zu ermitteln. Der hieß schließlich Schalke...

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FC-Kader Saison 1952/53

1951 – 1953 - Die erste Endrunden-Teilnahme

Die Spielzeit 1951|1952 brachte dem FC einen erneuten fünften Rang in der Abschlusstabelle. Ein Jahr, das vor allem durch das interne Torhüter-Duell Frans de Munck gegen Fritz Herkenrath (später zwischen 1954 und 1958 insgesamt 21-facher deutscher Nationalkeeper) geprägt war. Bevor dessen große Zeit begann, sollte er den FC wieder verlassen haben… So wie zu Beginn der Spielzeit 1952|1953 Hennes Weisweiler, das Kölner Urgestein, seinem FC ebenfalls den Rücken gekehrt hatte. Dennoch gelang erstmals die Qualifikation zur Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, nachdem der FC Zweiter in der Oberliga West geworden war. Die Endrunde verlief enttäuschend – es gab nur einen Sieg gegen Holstein Kiel. Aber der nationale Durchbruch rückte näher...

Eröffnung des Geißbockheims; 12.9.1953

1953 – 1954 - Weltmeister und Pokal-Finalist

1953|1954 – die bis dato erfolgreichste Saison des 1. FC Köln. Karl Winkler war der neue Trainer und auch im Kader hatte sich etwas verändert. Unter anderem stieß Georg Stollenwerk von Düren 99 zum 1. FC Köln. Der FC startete gut in die Saison und blieb zunächst in zehn Spielen ungeschlagen. Im Spitzenspiel gegen den amtierenden Westmeister Borussia Dortmund gelang ein überlegener 4:1-Erfolg und entthronte am Ende der Spielzeit die Schwarz-Gelben – der erste Titel war geschafft. Und es gelang gleich ein zweiter – der FC gewann den Pokal auf Westdeutscher Ebene und „marschierte“ gar bis ins Endspiel um den DFB-Pokal. Im ersten nationalen Finale unterlag man am 17. April 1954 in Ludwigshafen dem VfB Stuttgart erst in der Verlängerung mit 0:1...

BVB gegen Köln (5:1), Cajkovski verliert Kopfballduell; 25.8.1957

1954 – 1958 - Vom Mittelmaß zum Höhenflug

Es folgten drei magere Jahre. Zwar hatte sich der FC inzwischen im oberen Tabellendrittel der Oberliga etabliert – das stetige Ziel, die Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, wurde in den Spielzeiten 1954|1955 bis 1956|1957 allerdings dreimal in Folge verpasst. In der Spielzeit 1957|1958 starteten die Geißböcke dann zu ihrem Jahre andauernden Höhenflug. Die Erfolge, die der FC in den nächsten Jahren erringen sollte, waren das Ergebnis des konsequenten Modernisierungskurses des FC-Präsidenten Franz Kremer. Er machte seinen Club durch professionelles Management zu einem Avantgarde-Verein seiner Zeit, der die Entwicklungen im deutschen Fußball maßgeblich mitbestimmte. Bis zur Einführung der Bundesliga zur Saison 1963|1964 schaffte der FC nun dauerhaft den Einzug in die DM-Endrunden.

Georg Stollenwerk im Zweikampf mit Gert Dörfel (HSV); 25.6.1960

1959 – 1960 - Endlich im Finale!

Mit dem bis dahin größten Kader in seiner Oberligazeit ging der FC in die Saison 1959|1960. 21 Spieler, darunter der spektakuläre Neuzugang „Boss“ Helmut Rahn und der spätere Leistungsträger Karl-Heinz Thielen sollten für Furore sorgen. Kremer hatte zudem noch einmal kräftig investiert und Christian Müller als Mittelstürmer sowie den Türken Coskun Tas verpflichtet. Mit 7 Punkten Vorsprung holte der FC zum zweiten Mal den Oberliga-Titel und nahm zum fünften Mal Anlauf auf die Deutsche Meisterschaft. Diesmal bis ins Finale! Gegner im Frankfurter Waldstadion war der Hamburger SV. In einer wahren Hitzeschlacht vor 80.000 Zuschauern musste sich der FC nur knapp und spät mit 2:3 geschlagen geben. Der große Wurf blieb Franz Kremer und den Seinen verwehrt, noch...

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Historische Gründungself: Nelles, Langen, Hungs, Moog, Szilinski, Weisweiler, Radant, Alexius, Faber, Weyer, Lipponer; 15.2.1948

bis 1948 - Die Geburt des 1. FC Köln

Der 13. Februar 1948 ist der Geburtstag des 1. FC Köln. An jenem Tag fusionierten die beiden Kölner Vereine Kölner Ballspiel-Club (KBC) 01 und die Spielvereinigung Sülz 07 zum neuen 1. Fußball-Club Köln 01|07 e. V. Im größtenteils zerstörten Nachkriegs- Köln bündelten das traditionell eher der Arbeiterschaft verbundene Sülz 07 und das bürgerlich geprägte Kind der Fußball-Pionierzeit KBC von 1901 ihre Kräfte, um die Nummer 1 in Köln und darüber hinaus zu werden. Der Name „Erster“ Fußball-Club Köln unterstrich dies ebenso wie das Vereinswappen, in dem das wichtigste Kölner Wahrzeichen prangte, der mächtige Kölner Dom. Und ebenso wenig zufällig war die Wahl der Vereinsfarben: Rot und Weiß – die Farben der Stadt Köln. Erster Präsident wurde der tatkräftige KBC-Vorsitzende Franz Kremer, der bis zu seinem Tod im Jahr 1967 den Club führen und maßgeblich gestalten sollte.

FC-Aufstiegself

1948 – 1949 - Der Weg in die Erstklassigkeit

Die Verbandsorgane gestatteten dem neu gegründeten FC einen Start in der Rheinbezirksliga während der laufenden Saison – man trat an die Stelle von Sülz 07. Nur 48 Stunden nach Vereinsgründung, am zweiten Rückrunden-Spieltag der Saison 1947|1948, das Premieren-Match des neuen 1. Fußball-Clubs der Stadt: vor 2.432 zahlenden Zuschauern traf man auf Nippes 12. Und gewann mit 8:2-Toren. Das erste FC-Team aller Zeiten: Nelles; Langen, Hungs, Moog, Szilinski, Weisweiler; Radant, Alexius, Faber, Weyer, Lipponer. Am Ende der Saison gelang der Sprung an die Tabellenspitze. Der noch junge FC stand kurz vor dem Sprung in die Oberliga West, die damals höchste Spielklasse. In den Entscheidungsspielen gegen Rhenania Würselen (0:0 und 0:1) misslang, was ein Jahr später, im Frühjahr 1949, gegen Bayer Leverkusen (2:0 und 3:1) funktionieren sollte – der Aufstieg in die Erstklassigkeit.

Graf trifft gegen Preußen Delbrück (1:1); 2.10.1949

1949 – 1951 - Auf Anhieb Fünfter

Zwar musste der noch junge FC im ersten Oberliga-Jahr 1949|1950 über einen Monat auf den ersten Sieg in der neuen, höchsten Spielklasse warten (6:2 gegen Duisburg 08) – doch am Ende herrschte Zufriedenheit bei den Geißböcken. Nur knapp wurde die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft verpasst, aber mit Rang 5, noch vor den Schalker „Knappen“, gelang ein exzellenter Start in die Oberliga West. Zum zweiten Jahr im Oberhaus verstärkte der FC seinen Kader. Im Tor stand jetzt der „schwarze Panther“ Frans de Munck, ein Holländer – der erste einer langen Reihe von Legionären im Geißbock-Trikot. Ein weiterer Neuzugang war der versierte Spielgestalter Jupp Röhrig. Sportlich konnte der FC erneut zufrieden sein, verbesserte der FC sich 1950|1951 um einen Platz in der Endabrechnung und wurde Vierter.

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1948 13. Februar: Gründung
1949 Mittelrheinmeister, Aufstieg in die 1. Liga West
1953 Westdeutscher Pokalsieger, Westdeutscher Vizemeister
1954 Westdeutscher Meister, Deutscher Vizepokalsieger
1958 Westdeutscher Vizemeister
1959 Westdeutscher Vizemeister
1960 Deutscher Vizemeister, Westdeutscher Meister
1961 Westdeutscher Meister
1962 Deutscher Meister, Westdeutscher Meister
1963 Deutscher Vizemeister, Westdeutscher Meister
1964 Deutscher Meister, Westdeutscher Pokalsieger, Westdeutscher Jugendmeister
1965 Deutscher Vizemeister, Westdeutscher Jugendmeister, Amateur-Mittelrheinmeister
1967 Amateur-Mittelrheinmeister
1968 Deutscher Pokalsieger, Westdeutscher Jugendmeister
1970 Deutscher Vizepokalsieger
1971 Deutscher A-Jugendmeister, Deutscher Vizepokalsieger
1973 Deutscher Vizemeister, Deutscher Vizepokalsieger
1977 Deutscher Pokalsieger, Amateur-Mittelrheinmeister
1978 Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger
1980 Deutscher Vizepokalsieger
1981 Deutscher Amateurmeister
1982 Deutscher Vizemeister
1983 Deutscher Pokalsieger
1986 UEFA-Cup-Finalist
1989 Deutscher Vizemeister
1990 Deutscher Vizemeister, Deutscher B-Jugendmeister
1991 Deutscher Vizepokalsieger
1993 DFB-Hallen-Masters-Sieger
1998 Abstieg in die 2. Bundesliga
2000 Meister der 2. Bundesliga, Aufstieg in die 1. Bundesliga
2002 Abstieg in die 2. Bundesliga
2003 Aufstieg in die 1. Bundesliga
2004 Abstieg in die 2. Bundesliga
2005 Aufstieg in die 1. Bundesliga
2006 Abstieg in die 2. Bundesliga
2008 Aufstieg in die 1. Bundesliga
2011 Deutscher B-Jugendmeister
2012 Abstieg in die 2. Bundesliga
 
 

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