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FC Hymne
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Die Geschichte des 1. FC Köln - 80er Jahre


1982 – 1983 - Der letzte Titel im kölschen Derby

Die Saison 1982|1983 versprach wenig Höhepunkte. Die Mannschaft hatte an Attraktivität verloren, die Zuschauerzahlen gingen nach der WM in Spanien in der Bundesliga und vor allem in Köln nach unten – dennoch lautete die Devise: „Um den Titel mitspielen“. Um es vorweg zu nehmen: das gelang nicht. Rang Fünf in der Bundesliga. Zum Höhepunkt der Spielzeit avancierte stattdessen das DFB-Pokalfinale, das – einmalig bis heute – zwei Mannschaften aus derselben Stadt bestritten. FC gegen Fortuna. Köln gegen Köln in Köln – denn der DFB „korrigierte“ den Endspielort nach Zustandekommen dieser außergewöhnlichen Paarung. Am 11. Juni 1983 holte der 1. FC Köln seinen letzten Titel; gewann durch ein Tor von Pierre Littbarski zum vierten Mal den DFB-Pokal. Ohne dabei Begeisterungsstürme zu entfachen. Die „kleine“ Fortuna hatte sich tapfer gewehrt und viele Sympathien gewonnen – nicht aber den Pokal.

Foto: Vierter DFB-Pokalsieg; Litti küsst den Pott; 11.6.1983



1983 – 1986 - Maßvolle 80er

Ziemlich unspektakulär präsentierte sich der Geißbock-Club zum Saisonauftakt 1983|1984. Noch immer standen beim FC neun „78er-Akteure“ unter Vertrag, ein Umbruch hatte noch nicht durchgreifend eingesetzt. Die Qualifikation für den UEFA-Pokal (damals der 6. Platz) war jetzt das Maß aller Dinge; nicht mehr die Meisterschaft. Und so folgten maßvolle Jahre in der Liga – bis 1985|1986 beinahe der große internationale Coup geglückt wäre. Erstmals, und bislang in der Clubhistorie einmalig, erreichte der FC ein europäisches Finale – das UEFA-Pokal-Endspiel 1986. Gegner war kein geringerer als der königliche Club von Real Madrid. Die Rot-Weißen konnten das Hinspiel lange offen gestalten, um dann doch im Bernabeau-Stadion mit 1:5 zu unterliegen. Und das Rückspiel durfte der FC dann nicht einmal daheim in Müngersdorf bestreiten. Die UEFA hatte wegen angeblicher Ausschreitungen von FC-Fans im Halbfinale eine Platzsperre verhängt. Im Berliner Olympiastadion gelang dem FC so auch nicht mehr als ein 2:0-Achtungserfolg.

Foto: Klaus Allofs beim Wimpeltausch vor dem Finale; 30.4.1986



1986 – 1990 - Noch einmal ganz nah dran …

Als 1986|1987 die 24. Bundesliga- Saison begann, glaubte man in Köln, eine schlagkräftige Truppe beisammen zu haben. Schwer wog der Abgang von Littbarski nach Frankreich, dafür konnten u. a. mit Morten Olsen prominente Neuzugänge verpflichtet werden. Doch nicht sportlicher Erfolg lieferte FC-Schlagzeilen. Das Buch „Anpfiff“ von „Toni“ Schumacher erregte die Gemüter und führte zur Trennung vom Club – nach 422 Bundesligaeinsätzen ging eine Ära zu Ende. Am Ende der turbulenten Spielzeit – in der es noch einen Managerabgang, einen Trainer- sowie einen Präsidentenwechsel gab, wurde der FC 10. in der Bundesliga. Um dann noch mal richtig anzugreifen… Christoph Daum reifte schnell und läutete drei große Spielzeiten ein, ehe der FC ins Mittelmaß abrutschen sollte. 3. Platz in der Saison 1987|1988, zweimal Vizemeister 1988|1989 und 1989|1990 dazu im gleichen Jahr das Erreichen des UEFA-Cup-Halbfinals – der FC war national in den Kreis der Großen zurück gekehrt.

Foto:
Jubel auf dem Weg zur Vizemeisterschaft; 29.4.1989