FC weist Strafantrag zurück
Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des 1. FC Köln, erklärt hierzu:
„Der 1. FC Köln akzeptiert grundsätzlich eine angemessene Bestrafung für die Vorfälle am letzten Spieltag der Saison 2011|2012. Die vom DFB-Kontrollausschuss beantragte Strafe ist nach unserer Auffassung jedoch unangemessen hoch. Deswegen können wir diesem Strafantrag nicht zustimmen.
Den Vorwurf eines unzureichenden Ordnungsdienstes teilen wir nicht. Das gemeinsam mit der Polizei erarbeitete Sicherheitskonzept des 1. FC Köln ist von Experten ausdrücklich als klug und effektiv gelobt worden. Auch deswegen ist es nicht zu einem Platzsturm mit Ausmaßen wie etwa beim Relegationsspiel in Düsseldorf gekommen. Das jetzt beantragte Strafmaß würde zudem einen finanziellen Schaden von schätzungsweise bis zu 500.000 Euro für den FC bedeuten. Das entbehrt jeder Verhältnismäßigkeit. Schließlich ist vollkommen unklar, wie die geforderte Limitierung auf 15.000 Heim-Zuschauer umgesetzt werden soll, insbesondere angesichts der Tatsache, dass bereits über 22.000 FC-Fans mit ihrer Dauerkarte eine Eintrittskarte erworben haben. Wir werden uns dafür einsetzen, dass zumindest alle Dauerkartenbesitzer zu dem Spiel zugelassen werden. Der FC wird die ermittelten Täter für eine etwaige Strafe in Regress nehmen.
Der Club arbeitet gemeinsam mit den Fans und der Polizei daran, Gewalt aus dem Stadion zu eliminieren. Die FC-Stiftung wird eine dritte Planstelle im sozialpädagogischen Kölner Fanprojekt finanzieren. Der Vorstand in Person von Präsident Werner Spinner hat das Thema zur Chefsache gemacht. Er setzt kompromisslos auf den Dialog mit den Fans und Ultras, weil nur die gemeinsame und ernsthafte Arbeit an diesem Thema zu einer nachhaltigen Entschärfung beitragen kann. In dem Zusammenhang wird der Verein auch mit externem wissenschaftlichen Sachverstand zusätzliche Maßnahmen der Fan-Arbeit auf den Weg bringen.“
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Freitag, 08. Juni 2012
