FC-Präsident Werner Spinner: "Wenige Störer bringen Verein in Verruf!"
Der Verein hat sich in einer öffentlichen Stellungnahme in scharfer Form gegen Gewalt ausgesprochen und Kevin Pezzoni jegliche Unterstützung zugesagt, als dieser in der Karnevalszeit 2012 erstmals Opfer eines Angriffs geworden war. Die damaligen Ermittlungen der Polizei wurden unterstützt.
Immer wieder hatte es in der Öffentlichkeit deutliche Kritik an Kevin Pezzonis Spiel gegeben. Erst am 28. August 2012 hat Trainer Holger Stanislawski diese Kritik zum Anlass genommen, sich im Rahmen einer Pressekonferenz öffentlich klar hinter seinen Spieler zu stellen. Wörtlich sagte er dort: "Kevin wird in Richtung Schlachtbank geführt. Das werde ich nicht tolerieren! Wir werden jetzt keinen Sündenbock suchen, sondern das als ganze Mannschaft tragen. Wir gewinnen und wir verlieren zusammen.“
Als vor einigen Tagen auf Facebook ein Aufruf gestartet wurde, "Pezzoni & Co aufzumischen" - wie es formuliert worden war - hat der FC sofort mit massivem Druck dafür gesorgt, dass die Seite gelöscht wird. Die Polizei wurde informiert und ist daraufhin am Geißbockheim und im Wohngebiet von Kevin Pezzoni verstärkt Streife gefahren.
Zwei Tage vor der beidseitigen Vertragsauflösung hat Kevin Pezzoni den Verein über Vorgänge in seinem persönlichen Umfeld informiert. Mit der Vertragsauflösung haben wir seiner ausdrücklichen Bitte entsprochen. Der FC hat diesen sehr persönlichen Wunsch respektiert, obwohl das Trainerteam und die sportliche Führung weiter mit ihm im Kader geplant hatten. Es war eine sehr bewusste Entscheidung, über diese sehr persönlichen Gründe nicht in einer nüchternen Pressemitteilung mit weiteren Personalien am Freitag, 31. August 2012, öffentlich Auskunft zu geben. Trainer Holger Stanislawski hat dies im Rahmen der Spieltagspressekonferenz am Abend dann getan.
Präsident Werner Spinner: "Unsere FC-Fans stehen hinter unseren Spielern und dem gesamten Team. Wir haben in den Stadien großartige Szenen zwischen Fans und Mannschaft erlebt, selbst wenn der sportliche Erfolg ausgeblieben ist. Während der ersten Spieltage der 1. und 2. Bundesliga sowie in der 3. Liga hat es zahlreiche Ausschreitungen gegeben, keine einzige unter Beteiligung von Kölner Fans. Für diese Entwicklungen sind wir sehr dankbar. Denn sie zeigen, dass unsere Strategie des Dialogs erste Früchte trägt und wir werden daran festhalten. Vorfälle, wie wir sie jetzt leider im Umfeld des Fußballs diskutieren, sind das Werk einiger weniger Störer und Chaoten, die mit ihrem Verhalten den gesamten Verein und seine Fans in Verruf bringen. Das werden wird nicht dulden und derartige Täter - wie schon in der Vergangenheit - konsequent aussperren. Sie erhalten Stadionverbote, werden aus dem Verein ausgeschlossen - sofern sie Mitglieder sind - und der FC wird eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um auch strafrechtlich gegen sie vorzugehen. Für uns ist es ein ehernes Gesetz, dass der FC sich mit allen Möglichkeiten und Mitteln für seine Spieler und für seine weiteren Mitarbeiter einsetzt. Das sollte niemand in Frage stellen."
Schumacher trifft Schumacher
Donnerstag, 30. August 2012
