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Montag, 03. September 2012

„Entscheidung im Sinne von Pezzoni getroffen“

Pressekonferenz mit Werner Spinner und Claus Horstmann

Am Montag, 3. September 2012, machten FC-Präsident Werner Spinner und Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, auf einer Pressekonferenz am Geißbockheim noch einmal deutlich, dass sich der FC konsequent gegen Gewalt stellt und sich im Fall Kevin Pezzoni schützend verhalten hat.


„Der 1. FC Köln hat sich, seitdem wir als Präsidium im Amt sind, ganz klar gegen Gewalt positioniert. Wir werden Gewalttäter, wo immer sie etwas gegen unseren Club oder Mitarbeiter unseres Clubs anrichten, konsequent verfolgen und werden sie in Regress nehmen“, stellte FC-Präsident Werner Spinner auf der einberufenen Pressekonferenz am Montag klar. Am Wochenende war die Entscheidung der Vertragsauflösung mit Mittelfeldspieler Kevin Pezzoni, der von einigen Störern persönlich angefeindet wurde, heftig diskutiert worden. Werner Spinner: „Immer dann, wenn der Verein über konkrete Vorgänge informiert worden ist, hat er konsequent gehandelt, so etwa am vergangenen Dienstag bei dem Aufruf auf facebook, als der Verein die Polizei eingeschaltet hat.“

Interesse des Spielers stand im Mittelpunkt

Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, verdeutlichte noch einmal, dass es eine einvernehmliche Trennung mit Kevin Pezzoni gegeben hatte: „Wir haben eine Entscheidung im Gespräch mit Kevin, seinem Vater und seinem Berater im Sinne von Kevin gesucht und getroffen. Das ist keine Entscheidung für Fußballdeutschland. Wir können aber nicht so tun, als wenn auf einmal diese Themen – Übergriffe Richtung Spieler, Verantwortliche oder Übergrifflichkeiten insgesamt – neu wären oder nur in diesem Fall ans Tageslicht gekommen wären. Es ist ein Thema, das im Profifußball und rund um den Profifußball stattfindet.“ Dabei stand bei den erwähnten Gesprächen und der letztendlichen Vertragsaufhebung das Interesse des Spielers im Mittelpunkt. „Wir haben mit der Entscheidung, seinen Vertrag so kurzfristig vor Ende des Transferfensters aufzuheben, ihm die Möglichkeit geben wollen, ab sofort in einem anderen Verein, in einem Umfeld, das für ihn nicht belastet ist, seine sportliche Karriere fortzusetzen“, so Horstmann. Das sei geschehen, obwohl der FC für diese Position keine Alternative habe. Dem Club sei es nicht um die unbedingte Vertragserfüllung gegangen, sondern in erster Linie um den Schutz und die Zukunft des Spielers.

Täter konsequent verfolgen

Der 1. FC Köln wird auch in Zukunft gegen Straftäter konsequent vorgehen. Horstmann bestätigt: „Übergriffe finden statt, Grenzen werden überschritten. Dem muss man ins Auge sehen und diese Dinge muss man angehen. Wir werden unseren Kurs rigoros gegen Straftäter, gegen sogenannte Fans im Umfeld, die nicht das Gute des Clubs wollen, vorantreiben. Wir werden sie identifizieren, mit Hilfe der Polizei und der Staatsanwaltschaft und werden sie sanktionieren.“ Der Gewalt entscheidend entgegenzutreten, ist eines der Hauptanliegen des neuen Vorstands. Spinner erklärt: „Trotz eines sicherlich nicht erfolgreichen Saisonstarts, haben wir bis zum Vorfall am vergangenen Mittwoch keinerlei Ausschreitungen von FC-Fans beobachtet. Das ist für uns ein Zeichen, dass unsere Strategie des Dialogs und des Umbruchs erste Früchte trägt. Wir werden diesen Kurs fortsetzen.“

 

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