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Freitag, 16. März 2012

Cherundolo: "Es liegen viele Herausforderungen vor mir"

Gespräch mit dem Gegner

Vor dem Auswärtsspiel in Hannover sprach fc-koeln.de mit Verteidiger und 96-Kapitän Steven Cherundolo über das Weiterkommen in der Europa League, die US-amerikanische Nationalmannschaft und das bevorstehende Spiel gegen den FC. 


fc-koeln.de: Herr Cherundolo, bisher haben Sie in der Rückrunde mit ihrer Mannschaft drei Spiele gewinnen können, in den vergangenen drei Partien holten Sie mit 96 nur einen Punkt. Wie bewerten Sie die derzeitige sportliche Situation? 

Steven Cherundolo: â€žNatürlich hätten wir in Dortmund und Bremen sowie zu Hause gegen Augsburg gerne mehr als nur einen Punkt geholt. Fakt ist: Wir sind noch im Rennen um ein internationales Ticket. Es wäre großartig, wenn wir uns, eventuell als Siebter in der Bundesliga, wieder für die Europa League qualifizieren könnten. Wir werden bis zum Ende alles dafür geben.“

In der Europa League dagegen haben sie durch ein 4:0 im Rückspiel gegen Standard Lüttich das Viertelfinale erreicht. Wie weit kann Hannover 96 in diesem Wettbewerb noch kommen und was braucht ihre Mannschaft dafür?
„Das Viertelfinale ist für Hannover 96 ein herausragender Erfolg. Wir gehören zu den besten acht Teams in der Europa League. Was möglich ist, hat die Mannschaft in diesem Wettbewerb schon unter Beweis gestellt. Wir werden hoch motiviert und gut vorbereitet in die zwei Viertelfinal-Begegnungen gehen.“

Im Hinspiel gegen Lüttich und auch im vergangenen Spiel gegen Bremen wackelte aber auch einmal mehr die Abwehr der 96er. Woran liegt das?
„Wir haben zuletzt zu viele Gegentore bekommen, das ist sicherlich richtig. Aber unsere Abwehr wackelte, so wie sie es nennen, nicht. Gerade bei Standard-Situationen müssen wir die Konzentration erhöhen. Der Schlüssel, um Spiele zu gewinnen, liegt auch darin, hinten zu Null zu spielen.“

Sie sind jetzt 33 Jahre alt und denken nicht an ihr Karriereende. Welche Fußballträume wollen Sie sich noch erfüllen? 
„Warum sollte ich auch an das Ende denken, wenn noch so viele Herausforderungen vor mir liegen? Es wäre toll, auch in der kommenden Saison mit 96 international zu spielen. Diesen Erfolg, dieses hohe Niveau bestätigen, ist sicherlich ein Anreiz für die ganze Mannschaft. Für mich persönlich ist die Qualifikation mit der Nationalmannschaft 2014 in Brasilien ein großes Ziel. Deswegen möchte ich in den kommenden Monaten gesund bleiben, um im Klub und im amerikanischen Team meine Leistung zu bringen.“

Sie sprechen die Nationalmannschaft schon an, die seit Juli 2011 von Jürgen Klinsmann trainiert wird. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm und was glauben Sie kann Klinsmann mit dem US-Team erreichen? 
„Es macht großen Spaß, weil Jürgen den bestmöglichen Erfolg will, viele Ideen hat und damit Prozesse in Gang setzt. Was können wir tun, um uns zu verbessern? Wo haben wir das Optimale noch nicht herausgeholt. Die Zusammenarbeit mit ihm ist sehr professionell, gleichzeitig aber auch von Vertrauen geprägt, weil er natürlich mit seiner langen Erfahrung weiß, wie Spieler denken und was für sie von Bedeutung ist.“

Hannover 96 rangiert derzeit auf Rang sieben der Tabelle, Köln steht auf Platz 13. Die Kölner konnten sich zuletzt Luft im Abstiegskampf verschaffen und zeigten sich im Spiel gegen Hertha BSC kämpferisch. Was erwarten Sie von der Partie am Sonntagabend? 
„Der FC will sicherlich an die gute Leistung gegen Berlin anknüpfen und erneut punkten. Aber das wollen wir auch. Gerade zu Hause waren unsere Leistungen über die gesamte Saison besser und stabiler als auswärts.“ 

Das Hinspiel im RheinEnergieStadion gewann der FC mit 2:0. Was haben Sie sich für die Partie vorgenommen? 
„Ganz einfach: wir wollen das Heimspiel gewinnen – nicht mehr und nicht weniger.“

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