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Pressekonferenz vor München
„Wollen uns der Situation stellen“
Frank Schaefer begann mit einer langen Pause, gab dann aber tiefe Einblicke in die mentale Situation rund um die Mannschaft und ihn selbst: „Hinter uns liegt eine intensive Woche. Man spürt, dass uns ein besonderes Saisonfinale bevorsteht. Die Spannung ist greifbar. Daher bin ich froh, wenn das Spiel beginnt und wir uns der Situation stellen können“, erklärte der Chef-Trainer, der eine klare Ausgangslage sieht: „Wir haben ein Finale und ein Fernduell mit Hertha BSC. Unser Vorteil ist, dass wir zwei Punkte Vorsprung haben und die Relegation aus eigener Kraft schaffen können.“
„Müssen uns den Klassenerhalt verdienen“
„Natürlich wissen wir um die Schwere der Aufgabe. Uns erwartet, der in dieser Situation vielleicht schwerste Gegner, der hochmotiviert sein wird“, so Frank Schaefer, der weiter ausführte: „Fakt ist, dass die Ausgangslage Chancen und Anreize bietet. Es besteht die Möglichkeit, dass zwischen 15.30 Uhr und 17.20 Uhr etwas Besonderes passiert.“ Schaefer hofft, dass seine Mannschaft an der derzeitigen Situation wachsen kann: „Ich bin davon überzeugt, dass man sich den Klassenerhalt verdienen muss. Das haben wir bislang noch nicht geschafft. Am Samstag besteht aber die Chance dazu.“
Mutig zusammenstehen
Schaefer sprach deutlich und engagiert, wirkte zudem zuversichtlich: „Entscheidend wird sein, dass wir den Mut haben, die reelle Chance zu ergreifen, zwei weitere Spiele zu erzwingen.“ Allerdings mahnte der FC-Coach an: „Es ist nicht die Situation, um große Sprüche zu klopfen. Wichtig ist, dass wir bei unserer täglichen Arbeit eine gute Basis gelegt haben. Dies haben mein Trainerteam und ich fast rund um die Uhr versucht“, gab Schaefer einen Einblick in seine Wochengestaltung. „Ganz Fußballdeutschland legt den Fokus am Wochenende auf die anstehende Entscheidung. Der 1. FC Köln hat immer die besten Spiele abgeliefert, wenn Mannschaft und Fans im eigenen Stadion eng zusammenstehen. Emotionen werden nicht hier am Mikrofon, sondern auf dem Platz benötigt“, erklärte Schafer, der hofft, dass die Mannschaft die geforderten Emotionen in die richtigen Bahnen lenken kann. „Ausstrahlung, Mumm und Geschlossenheit - das muss die Mannschaft morgen zeigen. Wir müssen es schaffen, diese spezielle ‚RheinEnergie‘-Atmosphäre wieder zu erzeugen. Mannschaft, Fans, Stadion - diese Emotion müssen wir wecken.“
Podolski zuversichtlich, Clemens fraglich
Zwar musste Lukas Podolski aufgrund von Magen-Darm-Problemen unter der Woche mit dem Training aussetzen, dennoch zeigte sich Schaefer zuversichtlich, dass der Nationalspieler am Samstag gegen seinen Ex-Club mitwirken kann: „Lukas wird nachher noch eine Laufeinheit absolvieren. Es geht im besser und er will spielen.“ Dagegen fällt die Prognose bei Christian Clemens vorsichtiger aus: „Seine Einsatzchancen stehen bei 50:50. Genaues wird man wohl erst morgen Vormittag sagen können“, erklärte der Übungsleiter, der anmerkte: „Wichtig ist ohnehin allein das Gesamtgefüge. Die Mannschaft muss im Kollektiv funktionieren.“
Florian Meyer pfeift Bundesligafinale
Das Heimspiel gegen den FC Bayern München steht unter der Leitung von Florian Meyer aus Burgdorf. Der 43-jährige Kanzleileiter ist seit 1996 DFB-Schiedsrichter und pfeift seit 1999 in der Bundesliga. Zudem ist Meyer, der 2009 zum Schiedsrichter des Jahres gewählt wurde, seit 2002 FIFA-Schiedsrichter. Meyer pfiff in dieser Saison beide FC-Spiele gegen den HSV sowie das Auswärtsspiel in Berlin. Am Samstag assistieren ihm Frank Willenborg und Christian Bornhorst an den Seitenlinien. Als Vierter Offizieller fungiert Stefan Trautmann.
Die Pressekonferenz vor München:
"So ein Gefühl hat man nirgendwo auf der Welt"
Mittwoch, 02. Mai 2012
