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Pressekonferenz vor Braunschweig
Holger Stanislawski kennt die 2. Bundesliga. Sieben Jahre hat er dort als Verteidiger des FC St. Pauli gespielt. Er weiß, was eine Mannschaft benötigt, um in der zweithöchsten Spielklasse erfolgreich zu sein: „Wir brauchen einen langen Atem“, sagt der 42-Jährige. „Wir dürfen uns nach zwei Siegen nicht durch die Stadt tragen lassen, und nach zwei Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Es werde eine „intensive Zweitligasaison“, warnte er, „aber alle sind gewillt, richtig Gas zu geben. Mein Vertrauen zu den Jungs ist unglaublich groß.“
„Ein guter Auftakt“
Die knapp sieben Wochen Vorbereitung sind nun vorüber. Am Samstag reist die Mannschaft mit dem Bus nach Braunschweig. Am Sonntag geht es im Eintracht-Stadion um die ersten Punkte. „Es geht endlich los“, begann Stanislawski erwartungsfreudig die Pressekonferenz. Man merke bereits die Anspannung in der Mannschaft, berichtet er und „wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Wir wissen, dass Braunschweig in der letzten Saison ein sehr, sehr gutes Jahr gespielt hat und gerade zuhause sehr unangenehm zu spielen ist.“ Der Respekt vor der Eintracht ist da, die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht werde man nicht unterschätzen. Trotz aller Achtung vor dem Gegner, erkennt Holger Stanislawski in der Partie eine große Chance, denn es sei ein guter Auftakt, gleich gegen so eine gute Mannschaft zu spielen. „Danach wissen wir, wo wir stehen, wo müssen wir ansetzen, wo müssen wir weitermachen“, so der FC-Trainer. Entscheidend sei zu wissen, dass man am „ersten Spieltag weder aufgestiegen, noch abgestiegen ist.“
„Selbstbewusst und mutig aufspielen“
Um aus Braunschweig etwas Zählbares mitzunehmen, gab der Coach schon einmal die Marschroute vor: „Es ist egal, gegen wen wir spielen. Ich brauche nicht nach Bayern München fahren, um zu sagen, wir kommen von unserer Linie ab und stellen uns hinten rein und fangen an zu mauern. Wir versuchen unsere Art Fußball zu spielen, egal ob zuhause, oder auswärts. Die Mannschaft soll selbstbewusst und mutig aufspielen. Die Jungs sollen jedes Spiel als das Wichtigste ansehen“, forderte Stanislawski. Dass viele Experten und Trainerkollegen seine Mannschaft dabei zu den Favoriten zählen, scheint den FC-Coach nicht zu beschäftigen. Was „in den Gazetten“ stehe, lese er nicht, behauptete Stanislawski. „Ob uns irgendein anderer Trainer, oder ein Prominenter als Aufstiegskandidat sieht, ist uns relativ wurscht. Da gucken wir nicht über Köln hinaus“, sagte Stanislawski. „Was zählt ist um halb vier am Sonntag auf dem Platz. Da sollen die Jungs Spaß haben“, fügte er an.
„Riesige Vorfreude“
Stanislawski selber blickt dem Saisonstart gelassen entgegen. Vor den Spielen könne er schlafen „wie ein Baby“ und wache „mit einem Lächeln“ am nächsten Morgen wieder auf. „Für mich ist es kein Druck, sondern eine riesige Vorfreude. Ich stehe nicht auf dem Platz, obwohl ich manchmal gerne drauf stehen würde, um von der Seite reinzugrätschen, aber das wird nicht funktionieren.“ Nicht auflaufen können die beiden verletzten Neuzugänge Tobias Strobl und Thomas Kessler, sowie der 20-Jährige Christian Clemens, der sich im vergangenen Testspiel gegen den sc Heerenveen am 28. Juli einen Innenbandriss zuzog. Wer den Flügelspieler am Sonntag ersetzen wird, wollte Stanislawski nicht verraten. „Ich sage zur Aufstellung grundsätzlich nichts, aber wir werden mit einem Torwart und zehn Feldspielern beginnen“, flachste er. Den Auftakt gegen Eintracht Braunschweig pfeift Schiedsrichter Peter Gagelmann. Assistiert wird er von den Linienrichtern Matthias Anklam und Sascha Thielert. Vierter Offizieller wird Malte Dittrich sein.
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