Aktuelle FC-Meldungen
"Erhobene Vorwürfe sind substanzlos"
Am 20. Februar 2012 erlitt Kevin Pezzoni bei einer Schlägerei in einer Gaststätte einen Nasenbeinbruch. Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, verurteilte diesen Angriff gegen einen FC-Spieler unmittelbar nach der Tat.
Unter anderem erklärte er dazu am 20. Februar 2012: „Ganz gleich, welcher Frust bei den Fans vorherrschen mag: Sobald unsere Spieler körperlich angegangen werden, werden Grenzen des Miteinander klar überschritten. Wir stehen Kevin Pezzoni zur Seite, verurteilen diese schändliche Tat und erwarten, dass der Täter zur Rechenschaft gezogen wird." Nach dem uns bekannten Status der Ermittlungen ist der Angriff vermutlich auf private Beziehungsumstände zurückzuführen. Für einen Zusammenhang zwischen der Gewalttat und gewalttätigen Fans des 1. FC Köln, wie ursprünglich von Kevin Pezzoni behauptet, gibt es offensichtlich keine Hinweise.
Zwischen dem 20. Februar 2012 und dem vergangenen Dienstagabend, 28. August 2012, hat es nach Informationen des 1. FC Köln keine weiteren Aggressionen gegen Kevin Pezzoni mehr gegeben. Insofern gab es in diesem Zeitraum auch keine Anlässe, Kevin Pezzoni in besonderer Weise zu beschützen.
Als am Dienstag, 28. August 2012, auf Facebook ein Aufruf gestartet wurde, "Pezzoni & Co aufzumischen" - wie es formuliert worden war - hat der 1. FC Köln sofort mit massivem Druck dafür gesorgt, dass die Seite gelöscht wird. Es wurde Anzeige erstattet und die Polizei informiert. Der Initiator der Facebook-Seite konnte am Freitag, 7. September 2012, als FC-Mitglied und Vorsitzender eines kleinen FanClubs identifiziert werden. Er wurde vom Club sofort ausgeschlossen, ein Stadionverbot verhängt und der offizielle FanClub-Status wurde entzogen.
Die fußballerische Karriere von Kevin Pezzoni
Kevin Pezzoni war seit viereinhalb Jahre Lizenzspieler des 1. FC Köln und hat in dieser Zeit 99 Pflichtspiele für den Verein absolviert.
Kevin Pezzoni hat als einer der wenigen Spieler aus dem Kader der Saison 2011|2012 den Sprung in die neue Mannschaft geschafft, weil Trainer und sportliche Führung seinem fußballerischen Potenzial vertraut haben. In drei von vier Pflichtspielen ist Kevin Pezzoni eingesetzt worden, obwohl es wiederholt öffentliche Kritik an seiner Leistung gab.
Nach dem Spiel gegen Aue hat sich Holger Stanislawski vehement vor seinen Spieler gestellt. In einem Pressegespräch am Dienstag, 28. August 2012, sagte er wörtlich: "Kevin wird in Richtung Schlachtbank geführt. Das werde ich nicht tolerieren! Wir werden jetzt keinen Sündenbock suchen, sondern das als ganze Mannschaft tragen. Wir gewinnen und wir verlieren zusammen.“
In der Planungssitzung des Vorstands am Mittwochvormittag, 29. August 2012, hat man trotz der öffentlichen Diskussion weiter auf Kevin Pezzoni gesetzt. Es gab von Seiten der Vereinsführung keinerlei Überlegungen, sich von ihm zu trennen. Diese Überlegungen wurden erst angestellt, als Kevin Pezzoni am selben Tag gegenüber der sportlichen Führung den ausdrücklichen Wunsch geäußert hatte, im Spiel gegen Cottbus nicht auflaufen zu müssen.
In einer SMS nach der Vertragsauflösung hat sich Kevin Pezzoni ausdrücklich für die Unterstützung bedankt. In mehreren Gesprächen hat der Vater von Kevin Pezzoni gegenüber sportlicher Führung und Geschäftsführung des 1. FC Köln betont, dass die Vertragsauflösung die beste Lösung für beide Seiten ist. Die Homepage-Meldung, die am Freitag, 31. August, vom 1. FC Köln zur Vertragsauflösung veröffentlicht wurde, war von Kevin Pezzonis Vater, der zugleich als Kevin Pezzonis Manager gilt, freigegeben worden. Darin ist von "bestem gegenseitigem Einvernehmen" die Rede.
Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Der 1. FC Köln hat alles getan, um Kevin Pezzoni in angemessener Weise zu schützen. Wir haben ihm jegliche Unterstützung gegeben und der Trainer hat ihm sein Vertrauen geschenkt. Die von ihm nun erhobenen Vorwürfe sind substanzlos, unangebracht und schaden ihm selbst am meisten. Kevin Pezzoni ist vermutlich enttäuscht, da es insbesondere in Gesprächen mit seinem Vater immer wieder unterschiedliche Auffassungen zwischen dem 1. FC Köln und ihm gegeben hat. Der Spieler ist am Mittwoch, 29. August, zu uns gekommen, weil er sich nicht mehr zutraute, im Spiel gegen Cottbus aufzulaufen. Die für ihn schlechtere Alternative zur Vertragsauflösung wäre gewesen, ihn aus dem Kader zu streichen. Deswegen haben wir uns auf die Vertragsauflösung geeinigt, obwohl wir keinen Ersatz für den Spieler vorgesehen hatten. Er hat zudem noch eine Abfindung erhalten. Wenn wir jetzt mit diesen Themen an die Öffentlichkeit gehen, dann nur, weil wir uns dazu durch die Äußerungen von Kevin Pezzoni gezwungen sehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit und das Image des 1. FC Köln und seiner Verantwortlichen.“
