SC Freiburg
Am Samstagnachmittag, 26. Februar 2011, trifft der 1. FC Köln zuhause auf den SC Freiburg. Um 15.30 Uhr wird die Partie im RheinEnergieStadion angepfiffen. Der FC möchte vor heimischem Publikum in der Tabelle weiter Boden gutmachen. Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Partien geht die Mannschaft mit gestärktem Selbstvertrauen in das Spiel. Cheftrainer Frank Schaefer ist zuversichtlich, dass man das Verletzungspech der vergangenen Woche kompensieren kann. Adam Matuschyk (Bänderriss), Pedro Geromel und Slawomir Peszko (Muskelfaserriss) müssen pausieren. Die Heimbilanz spricht für den FC: Zehn Jahre ist es her, dass der SC Freiburg zuletzt in Köln gewinnen konnte.
Überraschungssaison
Der SC Freiburg ist eine der Überraschungsmannschaften dieser Saison. In der Saison 2009|2010 herrschte für Freiburger Verhältnisse der „Normalzustand“. Nach fünf Jahren in der zweiten Liga war der vierte Aufstieg der Vereinsgeschichte endlich geschafft, das Ziel: der Klassenerhalt. Knapp erreichten sie am Ende Platz 14 mit nur vier Punkten Abstand auf den Relegationsplatz. Entsprechend niedrig waren die Erwartungen beim und an den Sportclub vor Beginn der laufenden Saison. Doch Freiburg steht vor dem 24. Spieltag auf Platz sechs der Tabelle, punktgleich mit den Mainzern auf Platz fünf und damit nah an europäischen Plätzen.
Mit Teamgeist und Kampfeswillen
Zu den großen Stärken des SC Freiburg zählen taktische Flexibilität, Teamgeist und unbedingter Willen. Bei Neuverpflichtungen achten Dutt und sein Sportdirektor Dirk Dufner auf die Charakterstärke und Intelligenz der Spieler, kaufen besonders solche, die auf einen Neuanfang hoffen, wie Jan Rosenthal (Hannover 96), Maximillian Nicu (Hertha BSC) oder Anton Putsila (Dinamo Minsk). In der laufenden Saison haben außerdem Julian Schuster, Felix Bastians und Cedric Makiadi eine enorme Entwicklung genommen. So ist ein variabler Kader entstanden, der verschiedene Spielsysteme zulässt und als Kollektiv stark ist.
Cissé als Torgarant
Für den im Sommer 2010 zu Borussia Mönchengaldbach gewechselten Torjäger Mohamadou Idrissou fand man schon in der Winterpause der Vorsaison Ersatz. Papiss Demba Cissé kam für 1,5 Millionen Euro vom FC Metz und war damit der teuerste Einkauf der Freiburger Clubgeschichte. Eine lohnende Invesition: In der Rückrunde trug er sechs Tore zur Rettung vor dem Abstieg bei und erweist sich in der laufenden Saison als echter Knipser. Er belegt mit 16 Toren Platz zwei der Torjägerliste hinter Bayern-Stürmer Mario Gomez (18) und entwickelt sich zum Liga-Schreck. Einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich im Januar hat der Senegalese erstaunlich schnell auskuriert.
Sicherer Rückhalt
Der 2:1-Heimsieg der Freiburger gegen den VfL Wolfsburg war zuletzt sicherlich etwas glücklich. Fast 45 Minuten fand der Sportclub wenig Mittel gegen solide aufspielende Wolfsburger. Robin Dutt wechselte schon vor der Halbzeit Stefan Reisinger für Jan Rosenthal ein und agierte mit zwei Stürmern sowie einer Mittelfeldraute. Die taktische Variabilität ist die große Stärke des SC Freiburg in dieser Saison. Sicherer Rückhalt der Mannschaft ist Oliver Baumann, der seit dem Ausfall von Simon Pouplin (Sprunggelenksverletzung) zwischen den Pfosten agiert. Einen wichtigen Beitrag zur Freiburger Moral leisteten zuletzt die Vertragsverlängerungen von Kapitän Heiko Butscher, Stürmer Stefan Reisinger sowie des Sportdirektors Dirk Dufner.
Bilanz der bisherigen Aufeinandertreffen
In der Gesamtbilanz der beiden Mannschaften hat der SC Freiburg leicht die Nase vorn. Von insgesamt 26 Pflichtspielen konnten die Breisgauer zehn für sich entscheiden, sieben endeten Unentschieden und neunmal ging der 1. FC Köln als Sieger hervor. Die Heimbilanz in der Bundesliga spricht dagegen eine ganz andere Sprache: Acht Partien wurden in Köln ausgetragen, wovon der FC fünf gewinnen konnte. Zweimal kam es zu einer Punktteilung und lediglich einmal gewann der SC Freiburg. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im RheinEnergieStadion endete mit 2:2. Am 33. Spieltag der vergangenen Saison waren es Zoran Tosic und Sebastian Freis, die die Treffer für den FC erzielten.
