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Freitag, 15. April 2011

"Immer wieder aufstehen"

PK vor Stuttgart

Seit dem 11. Dezember 2010, dem 1:0-Sieg gegen Frankfurt, ist der FC zuhause ungeschlagen. Sieben Heimsiege in Folge durften Team und Fans zuletzt im RheinEnergieStadion feiern. Mit dem VfB Stuttgart ist am Samstag, 16. April 2011, ein Gegner zu Gast, der unerwartet mitten im Abstiegskampf steht. Für beide Mannschaften ist die kommende Partie ein Schlüsselspiel. FC-Cheftrainer Frank Schaefer sprach vor dem Spiel am Freitagmittag mit Medienvertretern über seine Erwartungen an das Spiel.


Auf der Zielgeraden

„Ich habe immer von einem Marathonlauf gesprochen und wir befinden uns jetzt auf der Zielgeraden“, erklärte Schaefer einleitend. Von einem Matchball-Spiel mochte der Cheftrainer nicht sprechen. Mit einem Sieg könne man jedoch einen großen Schritt auf das Ziel, den Klassenerhalt, zu machen. „Ein Matchball wäre es dann, wenn wir auch rein rechnerisch durch wären.“ Der Bedeutung des Spiels angesichts der Tabellensituation sei er sich allerdings durchaus bewusst.

Sensationelle Serie

„Es ist für jeden Gegner derzeit schwer, uns mit den Fans im Rücken in der Festung RheinEnergieStadion zu schlagen“, zeigte sich Schaefer optimistisch, dass man die „sensationelle Serie“ von sieben Heimsiegen in Folge ausbauen könne. Er wies aber auch deutlich auf die Stärke des Gegners hin. „Die individuelle Klasse des Kaders ist nicht dem Tabellenplatz entsprechend“, mahnte er. Für die Stuttgarter stehe am Samstag ebenso viel auf dem Spiel wie für den FC.

Niederlage verarbeiten

Man könne immer noch tief fallen, so wie man es am vergangenen Sonntag im Derby getan habe, erinnerte Schaefer an die 1:5-Pleite bei Borussia Mönchengladbach. „Aber im Leben und im Fußball geht es darum, nach einem Fall wieder aufzustehen.“ Schaefer zeigte aber auch Verständnis, dass das Aufstehen nach einer Derby-Niederlage schwerfällt. „Die Niederlage war tief in den Köpfen drin - zu Recht. Aber wir haben bisher aus solchen Situationen immer noch etwas Positives gezogen.“

Petit kehrt zurück

Adam Matuschyk und Mato Jajalo sind beide nach fünf Gelben Karten gesperrt und stehen Schaefer damit am Samstag nicht zur Verfügung. Die vakante Sechser-Position neben Martin Lanig wird voraussichtlich Petit einnehmen. Der endgültige Kader wird wie immer erst nach dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag festgelegt. Verletzungspech ereilte in dieser Woche FC-Angreifer Simon Terodde, der sich im „kleinen“ Derby der U23 gegen Mönchengladbach einen Bänderriss im Fuß zuzog und vorerst pausieren muss.

Vertrauensvolles Verhältnis

„Wir haben das Thema meiner Vertragsverlängerung seit Wochen offen kommuniziert. Wir haben uns im Winter darauf verständigt, uns nach getaner Arbeit zusammenzusetzen“, entgegnete Frank Schaefer den Medienberichten um seine Situation beim FC. „Der Verein hat mir im Winter schon ein Vertragsangebot gemacht, das ist nichts Neues.“ Er habe am Montag ein langes Gespräch mit Wolfgang Overath geführt, der ihn nicht unter Druck gesetzt habe, im Gegenteil. „Dafür muss ich mich bei ihm an dieser Stelle auch nochmals bedanken.“

Es gehe derzeit allein darum, gemeinsam mit dem gesamten Club den Klassenerhalt zu schaffen. Auch die Zusammenarbeit mit Volker Finke stellte Frank Schaefer aus seiner Sicht noch einmal dar. „Wir haben ein intensives, vertrauensvolles und ehrliches Verhältnis. Es wäre falsch, wenn wir nicht beide von den Erfahrungen des jeweils anderen profitieren würden.“ Es sei deswegen absolut in seinem Sinne, wenn auch Finke das Gespräch mit der Mannschaft suche. „Wir bündeln alle Kräfte im Interesse der Sache.“

Sippel pfeift

Die Partie gegen den VfB Stuttgart wird von Peter Sippel aus München geleitet. Der 41-Jährige ist seit 1996 DFB-Schiedsrichter und pfeift seit 2003 auch für die FIFA. 20 Partien des FC leitete Sippel bisher, davon elf in der Bundesliga. Zuletzt pfiff er beim 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen am 22. Januar 2011. Dem Diplom-Betriebswirt assistieren Mike Pickel und Walter Hofmann an den Seitenlinien, vierter Offizieller ist Tobias Stieler.



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