FC besiegt Hoffenheim 2:0
Guter Beginn des FC
Der FC startete mit Kevin McKenna und Henrique Sereno in der Innenverteidigung. Auf der linken Außenbahn ersetzte Christian Eichner den verletzten Ammar Jemal, die rechte Defensivseite bekleidete Andrezinho. Wie schon gegen Leverkusen begannen erneut Sascha Riether, der den verletzten Pedro Geromel als Kapitän vertrat, und Mato Jajalo im zentralen Mittelfeld. Im Spiel der beiden bis dato effektivsten Mannschaften der Liga präsentierte sich der 1. FC Köln von Beginn an als echte Heimmannschaft. Die Gäste aus Hoffenheim versuchten in den ersten Minuten ihr variables Offensivspiel aufzuziehen, es sollte in den ersten 45 Minuten bei dem Versuch bleiben. Anders die Kölner, die sich spritzig, lauffreudig und engagiert im Zweikampf zeigten. Auf den Außenpositionen fanden Eichner und Andrezinho sofort ins Spiel und gewannen die meisten Zweikämpfe gegen Babel, Firminho und Co.
Jajalo mit der Führung
In der zwanzigsten Spielminute wurde der FC für dieses Engagement belohnt: Mato Jajalo gewann im Mittelfeld den Ball, spielte weiter auf Lukas Podolski, der zielstrebig in den Strafraum eindrang und den Ball erneut uneigennützig zurücklegte. Jajalo war zur Stelle und der FC ging zum ersten Mal in dieser Saison im RheinEnergieStadion in Führung (20.). Der FC blieb nach dem Führungstreffer am Drücker und machte weiter Druck auf das von Tom Starke gehütete Hoffenheimer Tor. Sieben Minuten nach der Führung musste sich der TSG-Keeper mächtig strecken um den zweiten Gegentreffer nach einem Distanzschuss von Podolski zu verhindern (27.). Poldi hatte die Szene selbst mit einer engagierten Grätsche samt Ballgewinn eingeleitet. Die TSG fand nicht in die Partie und leistete sich im Spielaufbau viele Abspielfehler, die der FC immer wieder zu schnellen Gegenstößen nutzen konnte. Tom Starke musste nach einer guten halben Stunde viel riskieren und konnte nach einem starken Pass des agilen Sascha Riether außerhalb des Strafraums gerade noch vor Slawomir Peszko retten (31.). Auf der Gegenseite musste Michael Rensing nur wenige Sekunden später erstmals eingreifen. Zwar hatte er mit dem flattrigen Distanzschuss einige Mühe, konnte das Leder letztlich aber doch entschärfen (31.).
Viel Torgefahr
Viel Gefahr strahlte der FC erneut über sein Sturmduo aus. Mit einem feinen Trick ließ Podolski an der Torauslinie gleich zwei Hoffenheimer aussteigen, nach Doppelpass mit Peszko wurde er allerdings noch entscheidend beim Torschuss gestört (32.). Auch Milivoje Novakovic war gut im Spiel, verpasste in der 38. Minute allerdings das 2:0, als er im Strafraum an den Ball kam, das Spielgerät allerdings über das Tor schoss. Aufregung herrschte nochmals kurz vor der Pause: Slawomir Peszko lief im Strafraum auf den robusten TSG-Verteidiger Isaac Vorsah auf und blieb liegen. Schiedsrichter Peter Sippel entschied sich, wie schon zwei Minuten zuvor nach einem Zweikampf zwischen Podolski und TSG-Kapitän Andreas Beck, nicht auf den Punkt zu zeigen. So ging der FC mit einer hochverdienten 1:0-Führung in die Pause.
Der FC hält dem Druck stand
Auch nach der Pause war der FC zunächst die aktivere Mannschaft und machte viel Druck. Zweimal musste Hoffenheims Vorsah im Anschluss an FC-Ecken im eigenen Strafraum klären (46./47.). Die Gäste waren nun um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht, doch Offensivtalent Roberto Firmino fand keine Bindung zum Spiel und wurde vom FC immer wieder gut abgeschirmt. In der 51. Spielminute hatte Michael Rensing keine Prolbme mit einem Weitschuss des Isländers Gylfi Sigurdsson. Auf der Gegenseite hatten die FC-Fans wieder den Torschrei auf den Lippen, doch der gefährliche Schuss von Lukas Podolski touchierte nur das Außennetz (52.). Hoffenheim kam nach rund einer Stunde besser ins Spiel, der FC ließ sich zu diesem Zeitpunkt zu weit in die eigene Hälfte zurückdrängen. Drei Minuten nach seiner Einwechslung hätte Chinedu Obasi die TSG fast zum Ausgleich gebracht, sein Distanzschuss strich jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (58.). Zwei Minuten später kam Sigurdsson zum Abschluss, zielte jedoch etwas zu hoch (60.).
Poldi mit der Vorentscheidung
In diese Phase der Hoffenheimer Überlegenheit fiel dann der zweite Kölner Treffer: Mit einem herrlichen Pass in den Lauf bediente Linksverteidiger Christian Eichner den gestarteten Lukas Podolski. Poldi hatte viel Zeit, guckte TSG-Keeper Starke aus und verwandelte per Flachschuss in die kurze Ecke (63.). In der Mitte stand zudem Novakovic frei, doch diesmal entschied sich Podolski, selbst abzuschließen. Das Stadion stand Kopf und der FC hatte die richtige Antwort auf die Hoffenheimer Angriffsbemühungen gegeben. Beim FC kam Martin Lanig für Milivoje Novakovic und nahm den Platz neben Sascha Riether im zentralen Mittelfeld ein. Lukas Podolski rückte in die vorderste Front und Mato Jajalo nahm den Platz hinter Poldi ein (73.). Nach einem Konter wurde Adil Chihi an der Strafraumgrenze von Marvin Compper gelegt, den Freistoß setzte Lukas Podolski allerdings ein wenig zu hoch an (75.).
Verdienter Sieg
Die Schlussphase der Partie leitete der eingewechselte Knowledge Musona ein, dessen gefährlicher Distanzschuss aber knapp am Pfosten des Kölner Tores vorbeistrich – Rensing wäre ohnehin zur Stelle gewesen (80.). Zwei Minuten später verließ der starke Andrezinho das Feld. Der Brasilianer hatte auf der rechten Abwehrseite eine starke Partie geboten und wurde durch Adam Matuschyk ersetzt (82.). Hoffenheim war zwar bemüht, doch immer wieder operierten die Gäste mit langen Bällen, die aber vor allem von Kevin McKenna und Henrique Sereno entschärft werden konnten. Die letzte Chance der Gäste vergab Ryan Babel, dessen Lupfer auf dem Tornetz landete (88.). Nach neunzig Minuten stand ein verdienter Heimerfolg für den 1. FC Köln zu Buche, der erste in dieser Saison. Besonders Keeper Michael Rensing konnte sich freuen, das erste Mal blieb der FC in dieser Spielzeit ohne Gegentor.
1. FC Köln: Rensing – Andrezinho (82. Matuschyk), Sereno, McKenna, Eichner – Chihi, Riether, Jajalo, Peszko (85. Clemens) – Podolski, Novakovic (73. Lanig).
TSG Hoffenheim: Starke – Beck, Compper, Vorsah, Braafheid – Rudy, Kaiser (68. Musona) – Mlapa (55. Obasi), Firmino (76. Schipplock), Babel – Sigurdsson.
Tore: 1:0 Jajalo (20.), Podolski (63.)
Gelbe Karten: Sereno – Babel, Compper
Schiedsrichter: Peter Sippel
Zuschauer: 45.500
