1. FSV Mainz 05
Abgänge hinterlassen große Fußstapfen
Nicht nur mit ihren Toren zogen Lewis Holtby, André Schürrle und Adam Szalai alle Blicke auf sich, sondern auch mit ihrem Torjubel als „rockende Boyband“. Doch das erfolgreiche Trio gibt es nicht mehr: Offensivspieler Holtby kehrte nach seiner einjährigen Ausleihe nach Schalke zurück, der Ungar Szalai, der bis zum Saisonende von Real Madrid ausgeliehen ist, konnte aufgrund von Verletzungsproblemen noch nicht für die Mainzer auf dem Platz stehen und Topscorer Schürrle wurde für rund zehn Millionen Euro Nach Leverkusen verkauft. Außerdem verloren die Mainzer auch noch Abwehspieler Christian Fuchs, der wie Holtby zu Schalke wechselte. „Noch sind wir verpflichtet, solche Transfers zu machen“, erklärte Manager Christian Heidel die Verkäufe. Auf den zweitbesten Torschützen der vergangenen Saison, Sami Allagui, kann sich Trainer Tuchel mit bisher drei Treffern zurzeit auch noch nicht verlassen.
Neuzugänge unter Druck
Zu den wichtigsten Neuzugängen zählt unter anderem Anthony Ujah, der vom norwegischen Club Lilleström SK wechselte, wo er mit 27 Treffern in 36 Spielen auf sich aufmerksam machte. Der Tscheche Zdenek Pospech soll die Lücke schließen, die Fuchs in der Abwehr hinterlassen hat. Zudem ist Pospech ein alter Bekannter von FC-Trainer Stale Solbakken: Über drei Jahre feierten sie gemeinsam beim FC Kopenhagen Erfolge. Stürmer Maxim Choupo-Moting, der im Winter beinahe zum FC gewechselt wäre, wurde im Sommer von Mainz 05 gekauft – gemeinsam mit Andreas Ivanschitz gehört er bei Mainz mit jeweils drei Toren und zwei Vorlagen derzeit zu den Top-Scorern.
Kein gelungener Auftakt
Schon vor dem Bundesliga-Auftakt musste Mainz eine Niederlage hinnehmen: In der Europa League scheiterte die Mannschaft bereits in der Qualifikation zu den Play-Offs am rumänische Team Gaz Medias im Elfmeterschießen. Nach der internationalen Pleite starteten die Mainzer zwar dennoch gut in die laufende Bundesligasaison, doch dann kam es für die Rot-Weißen in den neun darauffolgenden Partien knüppeldick: Nicht ein einziges Mal konnten die Mainzer als Gewinner vom Platz gehen, obwohl der FSV in fünf Spielen sogar in Führung gegangen war. FSV-Trainer Thomas Tuchel hatte trotz der Abgänge nicht mit einem so harten Erwachen gerechnet: „Wir bekommen keine Belohnung für unser Spiel. Das begleitet uns schon die ganze Saison“. Am vergangenen Spieltag konnten die Mainzer endlich wieder einen 3:1- Sieg im eigenen Stadion feiern. Wie wichtig der Sieg gegen Stuttgart für den Verein war, ist allen Beteiligten klar – ohne die drei Punkte wären die Mainzer auf einen Abstiegsplatz gerutscht.
Bilanz
In den letzten sechs Aufeinandertreffen des 1. FC Köln und des 1. FSV Mainz 05 zeigten sich beide Mannschaften heimstark: Drei Mal gewannen die Mainzer im ehemaligen Bruchwegstadion, drei Mal ging der FC im RheinEnergieStadion als Sieger vom Platz. Auch die Torausbeute präsentiert sich mit neun Treffern auf Mainzer Seite und acht Kölner Toren sehr ausgeglichen. Die bis dato letzte Partie gewann der FC souverän mit 4:2 vor heimischem Publikum. Das lässt nach den letzten drei gewonnenen Heimspielen hoffen, dass der 1. FC Köln seine Siegesserie fortsetzt.
