Pressegespräch vor dem Derby
Mc Kenna in der Innenverteidigung, Weiser im Kader
Von einem „besonderen Spiel für Spieler und Fans“ sprach Stale Solbakken zu Beginn der Presserunde im RheinEnergieStadion. Allerdings wies der FC-Trainer darauf hin, dass seine Mannschaft nun seit drei Wochen kein Pflichtspiel mehr absolviert habe. „Der Spielausfall war für die Spieler natürlich hart, aber wir haben in dieser Woche sehr gut trainiert und viel im taktischen Bereich gearbeitet“, erklärte Solbakken, der voraussichtlich die Mannschaft ins Derby schicken wird, die auch am vergangenen Samstag gegen Mainz hätte spielen sollen. „Das ist eine sehr große Möglichkeit“, bestätigt der Chef-Trainer. In der Innenverteidigung wird somit Kevin Mc Kenna den Platz neben Kapitän Pedro Geromel einnehmen. Für den gelbgesperrten Martin Lanig könnte Adam Matuschyk von Beginn an auflaufen. Aber auch Kevin Pezzoni attestierte Solbakken eine gute Trainingswoche. Erneut im Kader stehen wird Nachwuchstalent Mitchell Weiser. Dagegen steht Ammar Jemal, trotz guter Fortschritte im Einzeltraining, noch nicht zur Verfügung.
Derby-Trainer Solbakken
Auf die Nachfrage, ob er denn nach dem deutlichen Sieg in Leverkusen nun ein Derby-Trainer sei, bestätigte Solbakken: „Ja, ich bin ein Derby-Trainer.“ Als Experte für Nachbarschaftsduelle hat Solbakken das Spiel des kommenden Gegners dann auch genauestens analysiert: „Mönchengladbach ist gut eingespielt und hat eine harmonische Mannschaft. Wir müssen versuchen ihr Spiel zu stören und unsere Derby-Bilanz zu verbessern.“ Denn auch die ausbaufähige Statistik gegen Borussia Mönchengladbach, samt den beiden deutlichen Niederlagen in der Vorsaison, sind dem Norweger nicht verborgen geblieben: „Unsere Fans erwarten eine Revanche und auch für die eigene Tabellensituation wäre ein Sieg gut.“
Heimserie ausbauen
Zwar kommt Borussia Mönchengladbach mit der Empfehlung von drei Bundesligasiegen in Folge nach Köln, doch im derzeitigen Höhenflug der Gäste sieht Solbakken keinen Vorteil für die Partie am Freitag: „In einem Derby zählt so etwas nicht. Hier macht eine spektakuläre Parade oder eine gute Einzelleistung den Unterschied.“ Für gute Einzelleistung war bei den Borussen zuletzt immer wieder Marco Reus zuständig. Sieben Treffer gelangen dem Nationalspieler in den vergangenen drei Partien. Eine Sonderbewachung wird es für den dribbelstarken Reus aber dennoch nicht geben: „Wir müssen als Mannschaft gut verteidigen und die Räume eng machen“, fordert Solbakken, dessen Mannschaft ebenfalls eine Serie zu verteidigen hat. Zuletzt gewann der 1. FC Köln dreimal in Folge im RheinEnergieStadion und blieb in allen drei Partien jeweils ohne Gegentreffer. „Viel spricht also auch für uns“, schlussfolgerte Solbakken, bevor er seine Spieler zum Abschlusstraining bat.
Gräfe pfeift
Schiedsrichter der Partie am Freitagabend ist Manuel Gräfe aus Berlin. Dem Sportwissenschaftler assistieren Markus Häcker und Bastian Dankert an den Linien. Vierter Offizieller ist Dr. Jochen Drees. Gräfe ist seit 1999 DFB-Schiedsrichter und gab sein Bundesligadebüt im Jahr 2004. Darüber hinaus ist Gräfe seit 2007 FIFA-Schiedsrichter und pfiff im Jahr 2005 auch Spiele der südkoreanischen K-League. In der Saison 2010|2011 wurde Gräfe vom DFB zum Schiedsrichter des Jahres gewählt. Für den 38-Jährigen ist es der vierzehnte Einsatz bei einer Partie mit Beteiligung des 1. FC Köln. In dieser Saison leitete Gräfe bereits das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.
Das Pressegespräch vor dem Derby:
