Gespräch mit dem Gegner
fc-koeln.de: Herr Großkreutz, unter der Woche feierte Borussia Dortmund dank eines knappen 1:0-Erfolgs bei Greuther Fürth den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Wie groß war die Freude nach dem Siegtreffer in der letzten Minute der Verlängerung?
Kevin Großkreutz: „Nach diesen 120 Minuten war die Freude natürlich riesengroß. Es war ein ganz hartes Stück Arbeit, denn die Fürther haben eine sehr gute Mannschaft, die nicht ohne Grund an der Spitze der 2. Bundesliga steht.“
Im DFB-Pokal musste der BVB noch keinen Gegentreffer hinnehmen und auch in der Bundesliga stellt Borussia Dortmund mit lediglich 16 Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Wo sehen Sie den Grund für die defensive Stabilität?
„Das liegt natürlich zum einen daran, dass Roman Weidenfeller ein klasse Torwart ist und dass vor ihm eine überragende Abwehr spielt. Zum anderen ist es enorm wichtig, dass in unserer Mannschaft jeder für den anderen da ist und dass Abwehrarbeit schon ganz vorn im Sturm anfängt.“
Acht Spieltage vor Saisonende hat Borussia Dortmund fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei. Glauben Sie an die Titelverteidigung?
„Ich hoffe natürlich darauf, weiß aber auch, dass noch acht schwere Spiele vor uns liegen. Auf jeden Fall werden wir alles dafür tun, ganz oben zu bleiben.“
Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr hatten viele Experten dem BVB einen Absturz prognostiziert. Dieser ist nicht eingetreten. Denken Sie, dass die Borussia auf Dauer zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern München werden kann?
„Das ist eigentlich gar nicht unser Thema. Vor allem die wirtschaftlichen Voraussetzungen zwischen den Bayern und dem BVB sind so unterschiedlich, dass man sich bei uns mit dieser Frage gar nicht beschäftigt. Bayern ist für uns nur dann ein Thema, wenn das nächste Spiel gegen die Münchener ansteht. Das wollen wir dann allerdings gewinnen.“
Am Sonntag gastieren Sie mit dem BVB im RheinEnergieStadion. Während Dortmund um die Meisterschaft spielt, kämpft der FC um den Klassenerhalt. Was für ein Spiel erwarten Sie?
„Wie immer wenn wir beim FC spielen, wird es wieder ein sehr emotionales Spiel vor einer tollen Kulisse in einem geilen Stadion geben. Ich bin fest davon überzeugt, dass der FC den Klassenerhalt schafft, auch wenn wir selbstverständlich am Sonntag gewinnen wollen.“
Nach dem Hinspiel outeten Sie sich als FC-Sympathisant. Kann der 1. FC Köln also auf Dortmunder Schützenhilfe im Abstiegskampf hoffen, wenn Sie mit ihrer Mannschaft an den letzten beiden Spieltagen gegen Kaiserslautern und Freiburg spielen?
„Ganz egal wie dann die Lage ist. Der BVB geht jedes Spiel mit vollem Engagement an. Wenn wir dem FC damit helfen können, ist das umso besser.“
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Freitag, 16. März 2012
