Der FC verliert mit 0:4
Roshi auf rechts, Podolski in vorderster Front
Für den aus dem Kader verbannten Slawomir Peszko rückte der junge Odise Roshi in die Startformation. Der Albaner begann auf der rechten Außenbahn, Christian Clemens wechselte auf den linken Flügel. Als vorderste Spitze sollte Lukas Podolski in Mainz für Torgefahr sorgen. Hinter ihm stürmte erneut der junge Mikael Ishak.
Verhaltener Beginn auf beiden Seiten
Pünktlich zum Anpfiff setzte Dauerregen ein, der dafür sorgte, dass beide Mannschaften in der Anfangsphase mit Standproblemen auf dem nassen Rasen zu kämpfen hatten. Dementsprechend waren beide Teams zunächst auf die Vermeidung von Fehlern und die Sicherung des eigenen Tores bedacht. Torchancen ergaben sich in der Anfangsviertelstunde keine. Die Mainzer, die mit vier Offensivspielern im eigenen Stadion eine extrem mutige Taktik gewählt hatten, agierten nicht zwingend genug und auch der FC kam im Offensivspiel über Ansätze nicht hinaus.
Elfmeter bringt Mainzer Führung
Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld, beging Martin Lanig knapp zehn Meter in der eigenen Hälfte ein Foulspiel. Den Freistoß trat Mohamed Zidan in den Strafraum, Henrique Sereno verlor am zweiten Pfosten das Kopfballduell und in der Mitte hatte Adam Szalai freie Bahn, wurde aber von Ammar Jemal mit einem leichten Trikotzupfer zu Fall gebracht. Schiedsrichter Felix Brych zeigte sich gnadenlos und entschied auf Elfmeter – Eugen Polanski verwandelte sicher zur Mainzer Führung (19.). Dieser Treffer hatte sich nicht angedeutet und war zu diesem Zeitpunkt bitter für den FC, der bis dato defensiv gut gestanden hatte. Mainz blieb am Drücker und hatte vier Minuten nach der Führung eine Chance durch Eric-Maxim Choupo-Moting, der nach einem langen Ball von der rechten Seite abschloss, aber zu hoch zielte (24.). Drei Minuten später kam der FC erstmals gefährlich vor das Mainzer Tor, eine flache Hereingabe von Miso Brecko verpasste Mikael Ishak aber in der Mitte (27.).
Mainz bestraft FC-Fehler
Nach einer Ecke von Zidan hatten die Hausherren die nächste Torchance, Jan Kirchhoff verfehlte das Tor per Kopf aber knapp (31.). Der Zeiger der Stadionuhr hatte die 31. Spielminute noch nicht beendet, da lag der Ball erneut im Kölner Tor. Zabavnik hebelte die FC-Deckung mit einem Lupfer aus, Elkin Soto flankte in die Mitte, wo Mohamed Zidan frei zum Abschluss kam und sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ (31.). Der FC suchte den Weg nach vorne, doch der folgende Angriff schien symptomatisch für diese Partie: Lanig schickte Lukas Podolski mit einem Steilpass, doch FSV-Keeper Christian Wetklos spielte gut mit und klärte vor dem FC-Stürmer. Der lange Befreiungsschlag landete bei den Mainzern, die den direkten Weg zum Tor suchten und mit schnellen Kombinationen auch fanden: Choupo-Moting schickte schließlich Nicolai Müller und der hob den Ball über Michael Rensing hinweg zum vorentscheidenden 3:0 ins Netz (37.). Zwei gut vorgetragene Angriffe reichten den Gastgebern zu einer sicheren Pausenführung gegen einen 1. FC Köln, der eigentlich keine drei Tore schlechter war, sich nach vorne aber zu harmlos und in der Defensive zu anfällig präsentierte.
Tese für Roshi, der FC offensiver
In der Halbzeitpause, die für die FC-Spieler lediglich zehn Minuten dauerte, da Stale Solbakken sie bereits frühzeitig wieder aufs Feld geschickt hatte, kam Chong Tese für Odise Roshi. Der Nordkoreaner begab sich ins Sturmzentrum, Mikael Ishak wechselte auf den rechten Flügel. Der FC suchte den Weg nach vorne und hatte in der fünfzigsten Spielminute die Chance: Nach einem gefällig vorgetragenen Angriff über die rechte Seite kam Lukas Podolski aus knapp sechzehn Metern zum Abschluss, doch ein Mainzer Verteidiger warf sich noch in den Schuss. Zwei Minuten später fischte Wetklo eine scharfe Tese-Flanke sicher herunter (52.).
Mainz kombiniert sich zum vierten Treffer
Die Mainzer machten es wieder einmal besser und erhöhten in der 54. Spielminute auf 4:0. Der Treffer resultierte aus einem FC-Einwurf in der eigenen Hälfte. Kapitän Pedro Geromel brachte den Ball anschließend nicht zu einem Mitspieler und die Mainzer kombinierten sich sehenswert in den FC-Strafraum, wo Elkin Soto vom linken Flügel in die Mitte passte und Adam Szalai sicher einschieben konnte. Eines der wenigen Lebenszeichen des FC in der zweiten Halbzeit sendete Lukas Podolski in der 67. Spielminute per Freistoß ab, dieser verfehlte jedoch knapp sein Ziel und flog am rechten Pfosten vorbei. Die Mainzer beschränkten sich in dieser Phase auf das Verwalten des klaren Vorsprungs und hatten keine Probleme damit. Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende hatten die Hausherren nochmals Platz für eine feine Kombination, an deren Ende Elkin Soto aber am Tor vorbeischob (76.). Der zur Pause eingewechselte Chong Tese machte im zweiten Durchgang noch den besten Eindruck aller FC-Spieler und fasste sich in der 81. Spielminute aus rund zwanzig Metern ein Herz – sein Schuss flog nur knapp am rechten Torwinkel vorbei. Auf der Gegenseite zog der ebenfalls eingewechselte Julian Baumgartlinger aus zentraler Position ab, verfehlte aber ebenfalls knapp (85.). Die Mainzer verzichteten in den Schlussminuten auf weitere Offensivaktionen und beließen es bei vier Treffern, die den 1. FC Köln weiter tief im Abstiegskampf verharren lassen.
1. FSV Mainz 05: Wetklo – Pospech, Noveski, Kirchhoff, Zabavnik – Polanski, Soto (81. Baumgartlinger) – Müller, Zidan (64. Ivanschitz), Choupo-Moting – Szalai (81. Allagui)
1. FC Köln: Rensing – Brecko, Sereno, Geromel, Jemal (74. Mc Kenna) – Roshi (46. Tese), Lanig, Riether, Clemens – Ishak (56. Jajalo) - Podolski
Tore: 1:0 Polanski (19./FE), 2:0 Zidan (31.), 3:0 Müller (37.), 4:0 Szalai (54.)
Gelbe Karten: Szalai, Choupo-Mouting
Schiedsrichter: Dr. Brych (München)
Zuschauer: 34.000
