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Mittwoch, 02. Mai 2012

"Für Köln geht es ums Überleben"

Interview mit David Alaba

Vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München sprach fc-koeln.de mit Bayerns Shootingstar, David Alaba, über die Champions League, das Pokalfinale, über die persönliche Situation des 19-Jährigen und natürlich über das anstehende Spiel gegen den 1. FC Köln. 


fc-koeln.de: Herr Alaba, der FC Bayern München steht im DFB-Pokalfinale sowie im Finale der UEFA Champions League. Wie sehr ärgert Sie, bei der Aussicht auf zwei mögliche Titelgewinne, die verpasste Meisterschaft in der Bundesliga?
David Alaba:
 â€žNatürlich ist es schade, dass wir jetzt schon zum zweiten Mal in Folge Borussia Dortmund die Schale überlassen müssen. Dennoch haben wir eine tolle Saison gespielt, die wir nun mir zwei Pokalen krönen wollen.“

Durch den Erfolg gegen Real Madrid ist es dem FC Bayern München als erstem Verein gelungen, ein Champions League-Finale im eigenen Stadion zu erreichen. Hätten Sie vor der Saison damit gerechnet, das „Endspiel dahoam“ wirklich erreichen zu können?
„Damit rechnen konnte man nicht unbedingt, dazu ist die Konkurrenz in der Champions League einfach riesengroß. Es war unser Traum, den haben wir nun wahr gemacht. Aber wir sind ja noch nicht am Ende, jetzt müssen wir auch noch das Finale gewinnen.“ 

Im Halbfinale von Madrid sind Sie als erster Bayern-Spieler zum Elfmeterschießen angetreten und haben sicher verwandelt. Im Alter von 19 Jahren ist das keine Selbstverständlichkeit. Wie nervös waren Sie beim Gang zum Punkt?
„Ich war schon ein bisserl nervös. Schließlich stand ja einiges auf dem Spiel. In Gladbach beim Pokalhalbfinale habe ich mit so einer Drucksituation gut umgehen können, deswegen war ich mir sicher, dass ich auch diesmal treffen werde.“

Das Endspiel gegen den FC Chelsea werden Sie aufgrund einer Gelbsperre aber verpassen. Plädieren Sie für eine Änderung des Reglements, ähnlich wie bei Welt- und Europameisterschaften bereits geschehen?
„Ich denke, bei einem Endspiel sollten beide Teams die Möglichkeit haben, mit den besten Spielern anzutreten - so wie es bei den großen Turnieren der Nationalmannschaften ja auch der Fall ist.“ 

Seit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim im März spielen Sie auf stets der Linksverteidigerposition, zuvor im zentralen Mittelfeld. Wie leicht fiel die Umstellung?
„Ich habe diese Position ja schon vor zwei Jahren unter Herrn van Gaal ein paarmal gespielt. Von daher war es nicht so die ganz große Umstellung. Meine Nebenleute haben es mir auch sehr einfach gemacht, indem sie viel mit mir gesprochen haben. Und außerdem: Wer würde nicht gerne mit so einem großartigen Spieler wie Franck Ribéry die Seite teilen.“

Sportdirektor Christian Nerlinger nannte Sie die „Entdeckung des Jahres“. Mit 19 Jahren haben Sie bereits 50 Bundesligaspiele absolviert und wurden zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt. Was bedeuten Ihnen Lob und Auszeichnungen?
„Wichtig ist mir, was die Verantwortlichen des FC Bayern über mich denken und zu mir sagen. Wenn unser Sportdirektor das meint, freut es mich, ist aber auch der Ansporn, noch härter an mir zu arbeiten. Und ich muss mich natürlich bei Herrn Heynckes bedanken, der mir das Vertrauen geschenkt hat.“

Am Samstag gastiert der FC Bayern München beim 1. FC Köln. Für den FC geht es darum, den Relegationsplatz zu halten und den direkten Abstieg zu verhindern. Was für ein Spiel erwarten Sie?
„Ein kampfbetontes Spiel. Für Köln geht es ums Überleben, dementsprechend wird die Mannschaft auftreten. Wir wollen eine gute Partie abliefern und gewinnen, um mit einem Erfolgserlebnis in die beiden Endspiele gehen zu können.“

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