Porträt
Es gibt Fußballspieler, die können entweder in der Abwehr oder im Angriff spielen – und es gibt Kevin McKenna. Nicht selten wurde „Macka“ in seiner Karriere als Stürmer aufgestellt, obwohl er eigentlich ein absolut zuverlässiger Verteidiger ist. Sein Durchsetzungsvermögen und seine Kopfballstärke machen ihn auch im gegnerischen Strafraum zu einer echten Gefahr. Obwohl in seinem Herkunftsland Eishockey Nationalsport Nummer eins ist und Fußball klar in den Schatten stellt, faszinierte Kevin McKenna schon als kleines Kind nicht nur das Spiel mit dem Puck, sondern auch mit dem runden Leder. Bereits als Dreijähriger trat der Kanadier regelmäßig gegen den Ball.
Als McKenna 18 Jahre alt war, wurde Energie Cottbus auf den 1,90-Meter-Hünen aufmerksam und so wechselte er über den Atlantik von den Calgary Dinos an die Lausitz. McKenna kam dort allerdings zunächst nur sporadisch zum Zug, sodass er sein Glück in der Heimat seines Vaters – in Schottland – bei Heart of Midlothian suchte. Im Jahr 2005 erinnerte man sich in Cottbus wieder an den Kanadier und holte ihn zurück – es sollte sich lohnen. McKenna entwickelte sich schnell zum Führungsspieler und wurde zum Garanten für den Aufstieg in die Bundesliga. Der Kanadier spielte alle Partien von der ersten bis zur letzten Minute durch und erzielte als Verteidiger sage und schreibe zehn Treffer. Gegen die Sportfreunde Siegen und den 1. FC Saarbrücken schnürte er sogar jeweils einen Dreierpack.
Zu Beginn der Saison 2007|2008 sicherte sich der FC schließlich die Dienste des kopfballstarken Verteidigers, um die Mission Aufstieg in die Bundesliga anzugehen – mit Erfolg. „Macka“ ist ein Spieler, der hundertprozentige Einsatzbereitschaft zeigt und auf den immer Verlass ist. Das größte Kompliment kommt wohl von Ex-Mannschaftskollege Pedro Geromel: „Für mich ist Kevin einer der besten Spieler hier. Er liefert schon über viele Jahre stets Top-Leistungen ab. Davon können wir uns alle eine Scheibe abschneiden – nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich und menschlich."
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