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FC Schalke 04Nach zwei Heimsiegen gegen den FC Bayern München und den FSV Mainz 05 konnte sich der 1. FC Köln beim Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim über einen Punkt freuen. Vor 28.000 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena sorgte Mohamad mit seinem Kopfballtor für den 1:1-Endstand (0:0) in einer Partie, in der sich der FC nach Rückstand zurück ins Spiel biss.
Petit für den verletzten Matuschyk
Trainer Frank Schaefer musste beim Auswärtsspiel in Hoffenheim seine Elf im Vergleich zum Sieg gegen den 1.FSV Mainz 05 auf einer Position verändern. Verzichten musste der FC auf Adam Matuschyk, der sich im Abschlusstraining einen zweifachen Bänderriss am Sprunggelenk zugezogen hatte. Dafür spielte Petit im defensiven Mittelfeld neben Martin Lanig. Außerdem stand Adil Chihi wegen eines kleinen Muskelfaserrisses im Oberschenkel nicht zur Verfügung.
Gut organisierte Defensive
Die erste Chance im Spiel gegen die TSG hatte der 1. FC Köln. Lukas Podolski startete über links, doch bei seiner Hereingabe auf den einschussbereiten Milivoje Novakovic passte TSG-Schlussmann Tom Starke auf und sicherte sich das Leder (8.) vor dem FC-Stürmer. In der 19. Minute mussten die mitgereisten FC-Fans zum ersten Mal die Luft anhalten. Miso Brecko brachte FC-Torhüter Michael Rensing mit einem Rückpass im Strafraum in Bedrängnis. Rensing schoss zunächst Ibisevic an, brachte den Ball danach aber unter Kontrolle. Der FC stand kompakt und gut organisiert in der Defensive und ließ kaum Torchancen für Hoffenheim zu.
Rensing bärenstark
Die Angriffe der TSG blieben überwiegend in der FC-Abwehr hängen. Ibertsberger sorgte mit seinem Schuss für einen Hauch von Torgefahr. Der Ball traf das Außennetz, Rensing wäre allerdings auch zur Stelle gewesen. In der 27.Minute gab es die erste große Möglichkeit für Hoffenheim. Schiedsrichter Markus Schmidt verweigerte dem FC nach einem klaren Foul von Ibertsberger an Brecko den Freistoß, Ibertsberger flankte in die Mitte zu Ibisevic, der allerdings an Rensing scheiterte. Zunächst parierte Rensing mit einem Weltklassereflex, den Abpraller drückte der TSG-Stürmer mit dem Kopf an den Pfosten. Gerechterweise kein Tor für die TSG. Die letzte Chance zur Führung vor der Halbzeitpause hatte wieder der FC. Brecko setzte sich über rechts gegen Ibertsberger durch, doch Clemens kam an die Hereingabe von Brecko nicht heran.
Eigentor durch Nova
Die zweite Halbzeit hätte für den FC kaum schlechter beginnen können. Rudy schlug einen Freistoß von links in den Strafraum, im Gewühl kam Novakovic unglücklich an den Ball und fälschte ihn unhaltbar für Rensing ins eigene Tor ab (48.). Ein Treffer für die TSG, der aus dem Nichts fiel. Der FC brauchte ein paar Minuten um den Schock zu verdauen, Hoffenheim versuchte nachzulegen, doch Brecko rettete in letzter Sekunde gegen Babel (51.). Der FC zeigte sich in dieser Phase nicht gut sortiert. Eine Kopfballvorlage von Babel landete bei Ibisevic, der völlig frei vor Rensing auftauchte. Doch der FC-Keeper rettet mit einer starken Parade und hielt den FC im Spiel.
Ibisevic an den Pfosten
Die erste FC-Chance in Halbzeit zwei hatte Peszko auf dem Fuß. Lanig spielte den Ball steil auf Clemens, der legte den Ball ab auf rechts, doch Peszkos Schuss streifte am Tor vorbei. Der FC kämpfte sich zurück in die Partie, doch Hoffenheim blieb stets torgefährlich. In der 65. Minute führte ein Konter von Hoffenheim fast zum 0:2 aus FC-Sicht. Alaba setzte Ibisevic in Szene, der den Ball an den Pfosten schoss. Zwei Minuten später sorgte ein Freistoß von Petit für Gefahr vor dem Tor von Hoffenheim, doch Ibisevic konnte klären. Den anschließenden Konter schloss Babel für die TSG ab. Babels Schuss traf glücklicherweise ebenfalls nur den Außenpfosten.
Mohamad trifft per Kopf
Der FC gab sich nicht auf und zeigte, dass er gewillt war nach zwei Heimsiegen in Folge auch in der Fremde zu punkten. Etwas Zählbares sprang in der 69 Minute heraus: Clemens brachte einen Freistoß von links in den Strafraum, Mohamad stieg am höchsten und köpfte den Ball per Aufsetzer zum 1:1 in die Maschen - ein Ausgleichstreffer, der zu diesem Zeitpunkt sicherlich etwas glücklich war. Jetzt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Der FC erhöhte den Druck und kam wenig später zur nächsten riesigen Torgelegenheit. Poldi war von der TSG-Defensive auf links nicht zu stoppen und flankte das Leder scharf vor das Hoffenheimer Tor. Novakovic lauerte und nahm den Ball per Flugkopfball mustergültig ein paar Zentimeter über der Grasnarbe, doch Starke parierte den Kopfball mit einem Blitzreflex. Das wäre ein sehenswerter Treffer gewesen.
Brecko und Petit fehlen gegen Freiburg
Der FC spielte weiter druckvoll und hatte Möglichkeiten in Führung zu gehen. Podolski kam allerdings nicht richtig hinter den Ball, sein Schuss segelte über das Tor (76.). Kurze Zeit später war wieder Hoffenheim am Zug. Salihovic bediente Ibisevic in der Mitte, doch Rensing bewies, dass sich der FC auf seinen Torhüter verlassen kann und wehrte den Drehschuss von Ibisevic hervorragend ab. Rensing zeigte über die gesamte Spielzeit wieder einmal eine starke Partie. In der Schlussphase des Spiels ließen beide Abwehrreihen wenig zu, sodass es am Ende beim 1:1 blieb. Der FC konnte einen Punkt gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft mit nach Hause nehmen. Ein kleiner Wermutstropfen blieb allerdings: Miso Brecko und Petit werden nach ihren fünften gelben Karten beim Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag pausieren müssen.
TSG Hoffenheim: Starke – Beck, Vorsah, Compper, Ibertsberger – Alaba, Rudy (90. Sigurdsson), Salihovic – Vukcevic (76. Mlapa), Babel, Ibisevic
1. FC Köln: Rensing – Brecko, Geromel, Mohamad (88. Pezzoni), Eichner – Petit, Lanig – Peszko (73. Freis), Podolski, Clemens (86. Jajalo) – Novakovic
Tore: 1:0 Novakovic (48., Eigentor), 1:1 Mohamad (69.)
Zuschauer: 28.000
Schiedsrichter: Markus Schmidt
Gelbe Karten: Alaba (44.), Beck (69.), Salihovic (89.); Brecko (38.), Podolski (38.), Petit (68.), Geromel (89.), Rensing (90.)
Daten zum Spiel
Nach dem 1:1-Unentschieden bei der TSG Hoffenheim am 23. Spieltag sprach FC-TV mit Cheftrainer Frank Schaefer, Torhüter Michael Rensing, sowie Christian Eichner und Martin Lanig über das Spiel.
Frank Schaefer:
„Wir haben heute gegen einen starken Gegner, der spielerisch sehr dominant war, auswärts einen Punkt geholt. Das ist für uns keine Selbstverständlichkeit. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die sehr gut den Ball laufen lässt, gegen die es aufgrund ihrer Anordnung und ihrer Positionswechsel schwer ist, in die Zweikämpfe zu kommen. Zum zweiten ist es uns heute in bestimmten Phasen wieder nicht gelungen, gewisse Dinge abzustellen. Wir reagieren immer noch zu sehr statt selbst zu agieren. Aber wir müssen das Positive aus dem Spiel mitnehmen und das ist, dass wir in der spielentscheidenden Phase eine Reaktion gezeigt haben. Wir sind zurückgekommen und das war letztlich ausschlaggebend für den Punktgewinn. Der Schlüssel zum Unentschieden war, dass wir zwischen der 45. und 65. Minute einen sehr guten Torwart im Tor hatten, so dass die Hoffenheimer ihren Vorsprung nicht ausgebaut haben. Aber dann sind wir zurückgekommen und die Mannschaft hat nach dem Ausgleichstreffer alles versucht, hier zu gewinnen. Das wäre allerdings auch des Guten zuviel gewesen.“
Michael Rensing:
„In der ersten Halbzeit haben wir ordentlich gespielt, waren aggressiv, sind gut in die Zweikämpfe gekommen. Nach dem Gegentor hatten wir Probleme, standen zu tief und sind wieder nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben uns dann zum Glück zusammengerissen, natürlich auch ein bisschen Glück gehabt bei den Torchancen des Gegners, und haben dann den Ausgleich gemacht. Wir hätten noch in Führung gehen können, aber wenn man den Spielverlauf sieht, ist das in Ordnung und wir müssen zufrieden sein. Ich denke, dass wir die Spielweise, die wir zuhause in den Heimspielen an den Tag gelegt haben, heute auch zu großen Teilen umgesetzt haben. Wenn wir das in Zukunft auch schaffen, dann bin ich optimistisch, dass wir auswärts weiter Punkte holen und zuhause zu einer Festung werden.
Christian Eichner:
„Heute müssen wir zufrieden sein. Wenn man den Chancenverlauf sieht und die Art und Weise der Torchancen, können wir mit dem Punkt leben. Für mich ist bisher, spielerisch gesehen, Hoffenheim immer noch eine der besten Mannschaften. Wenn ich sehe, was da für Qualität auf dem Platz steht, kann man wohl verstehen, dass es relativ schwierig ist, auf diese taktisch sehr gut ausgebildete Mannschaft Zugriff zu bekommen. Aber, wir haben gepunktet, die anderen nicht, von daher war es sicher ein Spieltag an dem wir, im Vergleich zu den anderen, einen Schritt nach vorne gemacht haben. Aber der Punkt bringt uns auch nur was, wenn wir am kommenden Wochenende Freiburg zuhause schlagen.“
Martin Lanig:
„Man muss sagen, dass die Mannschaft eine tolle Moral gezeigt hat, nach dem frühen Tor in der zweiten Hälfte nochmal zurückzukommen. Da muss man der Mannschaft ein Kompliment machen. Hoffenheim ist eine gute Mannschaft. Vor allem sind sie sehr heimstark und wir hatten auswärts immer Probeme, von daher ist der Punkt umso wichtiger.“
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Am Samstagnachmittag, 19. Februar 2011, reist der 1. FC Köln zum Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim in die Rhein-Neckar-Arena. Knapp 3.000 Kölner Fans begleiten das Team nach Sinsheim. Die Partie wird um 15.30 Uhr von Schiedsrichter Markus Schmidt angepfiffen. Heute fanden sich zahlreiche Medienvertreter zur Pressekonferenz im Geißbockheim ein, um Cheftrainer Frank Schaefer Fragen zur Partie gegen den Tabellenachten der Bundesliga stellen zu können.
Ohne Matuschyk und Chihi, Petit dabei
Verzichten muss FC-Trainer Frank Schaefer beim Spiel gegen die TSG Hoffenheim auf Adam Matuschyk und Adil Chihi, die sich beim Anschlusstraining verletzten. Adam Matuschyk erlitt einen zweifachen Bänderriss am Sprunggelenk und wird dem FC voraussichtlich drei Wochen fehlen, Adil Chihi zog sich einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Petit, der unter der Woche behandelt werden musste, steht im Kader für die Partie in Hoffenheim und wird sich vor dem Spiel einem Test unterziehen. Sein Einsatz entscheidet sich daher kurzfristig.
Jede Woche neu motivieren
„Im Abstiegskampf ist es so, dass jedes Wochenende eine neue Herausforderung ist. Ich vergleiche diesen Abstiegskampf gerne mit einem Marathonlauf oder der Tour de France, da muss man auch immer wieder über neue Etappen gehen. Natürlich haben wir in den letzten Wochen unsere Ausgangsposition verbessert. Jetzt müssen wir aber weitermachen. Der Abstiegskampf ist hart, das haben wir in dieser Woche gesehen, als St. Pauli gegen den HSV gewonnen hat“, betont Schaefer. Die Begeisterung der Kölner Fans in den vergangenen Wochen war dem Cheftrainer fast schon zuviel. Er versucht seine Spieler auf dem Boden zu halten. „Es ist wirklich total wichtig, dass die Spieler sich vergegenwärtigen, dass jedes Spiel eine neue Situation ist. Jeder kann die Tabelle lesen.“
Einer der stärksten Gegner der Liga
Schaefer sieht in Hoffenheim einen unangenehmen Gegner: „Die TSG ist eine spiel- und offensivstarke Mannschaft, die gerade nach dem Trainerwechsel besonders viel Wert auf Ballbesitz legt, die versucht das Spiel zu dominieren und auch im individuellen Bereich über große Qualitäten verfügt. Deswegen muss uns klar sein, dass wir unglaublich viel investieren müssen, um Zugriff auf den Gegner zu finden.“ Zu Unrecht sei Hoffenheim zuletzt ein wenig aus der Außenwahrnehmung verschwunden: „Das Team ist immer noch eines der stärksten der Liga.“ Der Ex-Hoffenheimer Christian Eichner spielt in den taktischen Vorbereitungen auf das Spiel bewusst nur eine kleine Rolle. „Ich habe kein gutes Gefühl dabei, Spieler, die früher mal beim Gegner gespielt haben und jetzt beim FC sind, zu sehr einzubinden. Damit tut man sich selbst und ihm keinen Gefallen. Ich kann nicht verlangen, dass ein Spieler im Nachhinein Interna preisgibt. Aber natürlich spricht man mit ihm über einige Dinge.“
Kein Hurra-Fußball
Zwar soll der Schwung aus den vergangenen Heimspielen mitgenommen werden, aber Schaefer verdeutlichte auch, dass man in der Ferne nicht so offensiv auftreten könne wie bei Heimspielen: „Wir können auswärts nicht diesen Hurra-Fußball spielen wie zuhause. Wir wollen aggressiv spielen und aktiv verteidigen. Das sind Grundeigenschaften, die wir in jedem Spiel zeigen müssen. Die Dinge hängen allerdings nicht nur von uns ab, sondern auch vom Gegner. Der hat sicher etwas dagegen, dass wir zu unserem Spiel finden.“ Außer Matuschyk und Chihi, die Schaefer am Samstag nicht zur Verfügung stehen werden, muss sich auch Kevin McKenna zurzeit wegen massiver Rückenprobleme schonen und Christopher Schorch kämpft weiterhin mit muskulären Problemen. Die endgültige Aufstellung will Schaefer nach dem Abschlusstraining am Freitagmittag entscheiden.
„Wer nicht begeistert ist, läuft nicht“
Teambuilding wird unter Frank Schaefer groß geschrieben, deswegen trafen sich Mannschaft und Trainerteam mit Begleitungen am Mittwochabend im Phantasialand, um dort die Fantissima-Show zu sehen. Auf der Pressekonferenz erklärte Schaefer seine Beweggründe: „Wenn es unser Ziel ist, deutlich aggressiver und aktiver spielen zu wollen, dann müssen wir das über die Laufleistung machen. Wer nicht begeistert ist, der läuft nicht. Und die Voraussetzung für Begeisterung ist eine gute Stimmung im Team.“ Trotzdem erinnerte der FC-Trainer aber auch nochmal an die Tabellensituation des FC: „Es wird der härteste Abstiegskampf aller Zeiten - sowohl was die Clubs angeht, die unten drinstehen, als auch, was die Punktekonstellation angeht“.
Schmidt pfeift
Schiedsrichter der Partie ist Markus Schmidt aus Stuttgart. Der 37-Jährige ist Teamleiter im Veranstaltungsmanagement. In seiner Freizeit spielt er gerne Minigolf. Schmidt pfeift seit 2003 in der Bundesliga. Im Oberhaus leitete er bereits sechs Partien mit Beteiligung des 1. FC Köln. Einmal war das Resultat ein Sieg: Am 11. Dezember 2010 beim 1:0 gegen Frankfurt. Zweimal spielte der FC unentschieden, dreimal verlor der FC unter seiner Leitung. An den Seitenlinien assistieren ihm Wolfgang Walz und Kai Voss. Das Gespann komplettiert der vierte Offizielle Harm Osmers.
