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FC Schalke 04Der 1. FC Köln hat sein Heimspiel gegen den SC Freiburg mit 1:0 (0:0) vor 45.500 Zuschauern im RheinEnergieStadion gewonnen. Der FC setzte über die gesamte Spielzeit die Freiburger unter Druck und drängte auf das Tor, bis Lukas Podolski kurz vor Spielende mit einem wunderschönen Treffer den Sieg perfekt machte.
Köln mit Verletzungssorgen
Bereits im Vorfeld der Partie gegen den SC Freiburg hatte der FC mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Neben Abwehrchef Pedro Geromel musste Trainer Frank Schaefer auf den polnischen Nationalspieler Slawomir Peszko, Christopher Schorch, Adil Chihi (alle Muskelfaserriss), Adam Matuschyk (Bänderriss), Kevin McKenna (Rückenprobleme) und Fabrice Ehret verzichten. Des Weiteren fehlten Miso Brecko und Petit, die auf Grund ihrer fünften Gelben Karte pausieren mussten.
Guter Beginn
Trotz einiger Ausfälle, der FC hatte sich gegen Freiburg einiges vorgenommen. In der Anfangsphase gingen beide Teams körperlich robust zur Sache und zeigten gleich, dass man sich gegenseitig nichts schenken würde. Die erste Torgelegenheit hatte der FC nach sieben Minuten, doch der Schuss von Christian Clemens brachte SC-Torhüter Oliver Baumann nicht in Schwierigkeiten. Auch den nächsten Akzent setzte der FC: Clemens passte Milivoje Novakovic steil in den Lauf. Baumann hatte allerdings aufgepasst und klärte vor dem Torjäger. In der 13. Minute gab es dann die erste riesige Chance. Andrezinho flankte auf den sich von der Abwehr lösenden Novakovic, der frei vor Baumann auftauchte, das Leder allerdings über den Kasten setzte. Über links kurbelte Christian Eichner in seiner 100. Bundesligapartie, wie gewohnt, das FC-Spiel an.
Erste Chancen für den FC
Die ersten 15 Minuten gehörten ganz klar dem FC, jedoch sprang bislang noch nichts Zählbares dabei heraus. Mato Jajalo war bei seinem Angriff über die linke Seite nur durch ein Foul von Oliver Barth zu stoppen, den anschließend scharf geschossenen Freistoß von Novakovic konnte die SC-Abwehr klären. Die Heimmannschaft setzte Freiburg weiter unter Druck. Clemens spielte Novakovic mit einem Traumpass im Sechzehner frei, der versuchte den Gästekeeper zu umkurven, scheiterte aber letztendlich an Baumann.
Nova an den Pfosten
Das Privatduell Novakovic gegen Torwart Baumann ging in die nächste Runde. Jajalo setzte sich über links durch und prüfte Baumann mit einem Schuss aus 17 Metern. Der SC-Torwart konnte nur abprallen lassen, Novakovic reagierte am schnellsten, schoss den Ball allerdings an den Pfosten – das hätte das 1:0 sein müssen. Der FC stand gut in der Defensive, hatte 16-Tore-Stürmer Papiss Demba Cissé im Griff und spielte sich gute Tormöglichkeiten heraus, lediglich das Erfolgserlebnis fehlte. So blieb es trotz einer starken FC-Halbzeit zur Pause beim 0:0.
Doppel-Chance für Poldi
Auch nach der Pause bot sich den FC-Fans das gleiche Bild. Lukas Podolski hatte kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte gleich eine Doppel-Chance. Zunächst scheiterte er mit seinem Schuss an Torwart Baumann (49.), dann hämmerte er den Ball nach schöner Flanke von Andrezinho über das Tor. Die Freiburger Angriffe blieben dagegen meist schon in der FC-Defensive hängen. Der FC spielte weiter gefährlich nach vorne. Die tolle Kombination von Sebastian Freis und Mato Jajalo konnte Felix Bastians jedoch im letzten Moment entschärfen. Freiburg beschränkte sich auf Konter, der Schuss von Johannes Flum strich aber am Gehäuse von Michael Rensing vorbei.
Tolle Parade von Rensing
Danach war der FC wieder am Zug. Podolskis Freistoß landete bei Pezzoni, doch der traf nur SC-Verteidiger Oliver Barth. Die Kölner blieben auch in der Folgezeit glücklos im Abschluss. Clemens Schuss wurde zur Ecke abgefälscht (73.), eine Minute später blieb Lanigs Torversuch in der Freiburger Abwehr hängen. Auf der Gegenseite sorgte SC-Stürmer Cissé für einen Aufreger. Sein Kopfball landete zwar im FC-Tor, der Torjäger war Rensing aber zuvor im Fünfmeter-Raum angegangen. Der FC blieb das bessere Team und die Spielsituationen ähnelten sich. Der FC hatte Chancen, nutzte sie aber nicht. Freistoß Podolski, Kopfball Novakovic – knapp neben das Tor. Wenig später hatte FC-Keeper Michael Rensing Gelegenheit sich auszuzeichnen. SC-Akteur Anton Putsila tauchte freistehend vor Rensing auf, der Torhüter parierte allerdings mit einem großartigen Reflex.
Poldis Traumtor sorgt für Heimsieg
Unbeeindruckt von der SC-Chance, suchte der FC wieder sein Glück in der Offensive. Clemens hatte kurz vor Schluss noch die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Doch auch sein Schuss nach Vorarbeit von Novakovic verfehlte das Gehäuse der Freiburger knapp. Als viele schon mit einer Punkteteilung rechneten, belohnte sich der FC für seinen aufopferungsvollen Kampf endlich selbst. Novakovic schickte Podolski in der 88. Minute auf die Reise und Poldi ließ Torhüter Baumann mit einem wunderschönen Heber keine Chance. Das 1:0 war dann auch der Endstand in einer starken Partie der Kölner. Der FC beendet den Monat Februar ungeschlagen und mit Siegen über Freiburg, Mainz, den FC Bayern München und einem Unentschieden bei der TSG 1899 Hoffenheim.
1. FC Köln: Rensing – Andrezinho, Mohamad, Pezzoni, Eichner – Lanig, Jajalo – Freis (68. Yalcin), Podolski, Clemens – Novakovic (90. Makino)
SC Freiburg: Baumann – Mujdza, Barth, Butscher, Bastians – Makiadi – Nicu (59. Adessadki), Flum, Reisinger, Putsila (84. Caligiuri) – Cissé
Tore: 1:0 Podolski (88.)
Zuschauer: 45.500
Schiedsrichter: Christian Dingert
Nach dem 1:0-Erfolg gegen SC Freiburg, dem fünften FC-Heimsieg in Folge, sprach FC-TV mit Matchwinner Lukas Podolski sowie mit Andrezinho und Sebastian Freis. Was die drei FC-Profis zum Spiel sagten, kann hier in voller Länge nachgelesen werden.
Lukas Podolski: „Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet, sind immer wieder angelaufen. Im Endeffekt haben wir das Spiel verdient gewonnen, denn wir haben unser Spiel weiter durchgezogen. Die, die die Positionen besetzt haben, haben genauso weitergespielt, wie wir das vorher gemacht haben. Wir haben Druck gemacht, uns Torchancen erarbeitet und verdient am Ende das Tor gemacht. Die letzten Siege waren hart erarbeitet, heute auch, und am Ende hatten wir ein bisschen mehr Glück. Wenn man immer wieder die drei Punkte holt, dann sind das immer große Schritte, egal was die anderen machen.“
Andrezinho: „Wir mussten heute sehr viel Geduld aufbringen, denn wir haben die drei Punkte dringend gebraucht. Wir mussten einmal tief Luft holen, damit wir den riesigen Sprung von unten raus machen konnten. Alle Spieler, die heute in die Bresche gesprungen sind, haben ihren Job gut gemacht und gezeigt, dass sie auch ihre Qualitäten haben und die Mannschaft, egal wo sie steht, immer unterstützen können. Wir haben ein unheimlich gutes Spiel gezeigt, haben immer an uns geglaubt. Wenn du Woche für Woche dafür arbeitest, dann wirst du am Ende dafür belohnt. Wir haben zurzeit diese Euphorie im Verein und wir haben bis zur letzten Minute daran geglaubt, dass wir das Ding noch machen können. Die Fans, alle in der Mannschaft haben uns unterstützt und haben uns angefeuert. Am Ende macht man dann eben das 1:0.“
Sebastian Freis: „Es ist nicht einfach nach so langer Zeit wieder reinzukommen. Aber die Mannschaft macht es einem momentan einfach. Gerade hier zuhause haben wir zurzeit einen riesigen Lauf, die Fans stehen hinter uns und es macht Spaß hier zu spielen. Wir haben uns genügend Torchancen herausgearbeitet, es ging teilweise hin und her. Aber wir hatten vor heimischer Kulisse doch ein Übergewicht und haben das Spiel über weite Strecken dominiert. Das ist natürlich eine riesige Erlösung am Schluss und wir sind alle überglücklich, dass wir den nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft haben.“
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Am Samstagnachmittag, 26. Februar 2011, spielt der 1. FC Köln im RheinEnergieStadion gegen den SC Freiburg. Die Partie wird um 15.30 Uhr von Schiedsrichter Christian Dingert angepfiffen. Heute fanden sich zahlreiche Medienvertreter zur Pressekonferenz im Geißbockheim ein, um Cheftrainer Frank Schaefer Fragen zur Partie gegen den Tabellensechsten der Bundesliga stellen zu können.
Drei Deutsche Meister im Nacken
„Wir haben in den letzten Wochen unsere Ausgangsposition verbessern können, sind uns aber im Klaren darüber, dass wir die Situation Woche für Woche bestätigen müssen“, erklärte Schaefer einleitend. Er betonte nochmals, dass man sich im härtesten Abtiegskampf aller Zeiten befinde. „Wenn man sieht, dass drei Deutsche Meister der letzten fünf bis sechs Jahre hinter uns stehen, bestätigt das diese These.“ Mit dem aus den vergangenen Heimspielen gewonnenen Selbstvertrauen und ganz viel Mut will die Mannschaft in das Spiel gegen Freiburg gehen, allerdings könne man nicht davon ausgehen, dass alle Spiele so werden wie gegen Mainz, oder wie so ein Jahrhundertspiel gegen Bayern München.
Pezzoni ersetzt Geromel
Schaefer muss insgesamt auf vier Spieler aus der Startaufstellung gegen Bayern und Mainz verzichten. Kevin Pezzoni wird in der Innenverteidung Pedro Geromel ersetzen, über die endgültige Aufstellung entscheidet der Cheftrainer wie immer erst nach dem Abschlusstraining. Auf die FC-Abwehrreihe kommt mit Papiss Demba Cissé eine große Aufgabe zu. „Cissé braucht für sein Spiel nur wenige Chancen. Wir müssen sehr wachsam sein“, forderte Schaefer. Das gilt für das gesamte Team: „Wir leben im Fußball nicht mehr von der Manndeckung. Wir müssen in allen Mannschaftsteilen kompakt stehen.“ Die Stärken der Freiburger seien vor allem gute Organisation, taktische Disziplin und ihre Leistung als Kollektiv.“
Begeisterung entfachen
„Alle Spieler sagen, es gibt nichts Größeres, als ein Spiel zu gewinnen und dann vor dieser Kurve zu stehen“, bekräftigte Schaefer die Rolle des tollen Kölner Publikums, das die Mannschaft zuletzt auf einer Woge der Begeisterung durch die Spiele trug. „Das Publikum ist unser zwölfter Mann. Man hat in den letzten Wochen gesehen, zu welcher Begeisterung dieses Publikum fähig ist. Es ist ein Riesenwunsch von mir dieses Gefühl weiter zu schüren.“ Der Trainer weiß aber, dass noch schwere Spiele zu bewältigen sind. „Da Wichtigste ist immer, dass wir in zähen Phasen gemeinsam mit dem Publikum dranbleiben.“
Verletzungspech auf beiden Seiten
Neben Abwehrchef Geromel fehlen dem FC Slawomir Peszko, Christopher Schorch und Adil Chihi (alle Muskelfaserriss), Adam Matuschyk fällt mit einem Bänderriss aus. Auch Kevin McKenna muss wegen anhaltender Rückenprobleme weiter pausieren. Des Weiteren muss der FC ohne Miso Brecko und Petit auskommen, die im Spiel gegen Hoffenheim beide die fünfte Gelbe Karte gesehen haben und nun gegen den Sportclub ihre Sperre absitzen müssen. Beim SC Freiburg fehlt Jan Rosenthal, ebenfalls wegen eines Muskelfaserrisses. Weiterhin werden Torwart Simon Pouplin (Sprunggelenksverletzung), Julian Schuster (Zehenbruch), Tommy Bechmann (Knieverletzung) und Daniel Williams (Meniskus) gegen den FC nicht auf dem Platz stehen.
Trainingssituation verbessern
Die Trainingsplätze am Geißbockheim sind laut Schaefer tatsächlich in keinem guten Zustand. Zweimal trainierte die Mannschaft in dieser Woche deswegen im RheinEnergieStadion, häufiger kann das Team allerdings nicht dorthin ausweichen, weil sonst das Stadiongrün zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Beschuldigungen seien fehl am Platze, man müsse stattdessen die Situation schnell verbessern, so Schaefer, und wies außerdem daraufhin, dass die Verletzungen einiger Spieler auch andere Gründe haben können: „Wir müssen jeden Stein umdrehen. Es nur auf den Platz zu schieben, wäre unfair.“
Dingert leitet die Partie
Das Spiel wird gepfiffen von Christian Dinger aus Lebecksmühle. Der 30-jährige Diplomverwaltungswirt pfeift seit 2010 auch in der Bundesliga. Zweimal leitete er Spiele mit Beteiligung des 1. FC Köln. Beide Male gewann der FC mit 1:0: Am 12. September 2010 zuhause gegen St. Pauli und am 21. November 2010 in Stuttgart. An den Seitenlinien assistieren ihm Holger Henschel und Sönke Glindemann. Das Gespann komplettiert der vierte Offizielle Thorsten Schriever.
