1. FC Köln
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1. FC Köln
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FC Schalke 04FC-Startelf unverändert
Während Volker Finke die selbe Startelf wie beim 2:0-Heimsieg gegen Leverkusen auf den Platz schickte, musste Frankfurt-Trainer Christoph Daum umstellen: Für die fehlenden Sebastian Rode (Rotsperre) und Ricardo Clark (Muskelfaserriss) rückten Caio als hängende Spitze und der erst 18-jährige Bundesligadebütant Julian Dudda als Innenverteidiger in die Frankfurter Auswahl. Marcel Heller und Martin Fenin erhielten den Vorzug vor Halil Altintop und Alexander Meier.
Kontrollierte Offensive
Der FC begann zurückhaltend und ließ Frankfurt kommen. In der zweiten Minute rettete Youssef Mohammad Kopf zur ersten Ecke für Frankfurt, die den Hessen nichts einbrachte. Mit jeder Minute kam der FC besser ins Spiel. Er störte das Frankfurter Aufbauspiel meist schon an der Mittellinie. Doch zunächst prägten Ballverluste auf beiden Seiten das Spiel. Die erste gute Möglichkeit für den FC, ein Freistoß von Lukas Podolski in der siebten Minute, landete direkt bei Frankfurts Schlussmann Ralf Fährmann. Die Eintracht hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, kam aber gegen dicht stehende Kölner nicht zum Abschluss. Lange Bälle, die aber wenig präzise und damit ungefährlich waren, blieben das Frankfurts einziges Mittel. Der FC setzte auf eine kontrollierte Offensive.
1:0-Führung durch Chihi
Der FC wurde sicherer, versuchte mehr schnelle Kombinationen nach vorne. In der 24. Minute zahlte sich das aus, Nova flankte in den Rücken der Frankfurter Abwehr auf Adil Chihi. Der Außenbahnspieler netzte den Ball per Kopf an Fährmann vorbei zur 1:0-Führung ein. Die Eintracht wirkte jetzt verunsichert, in der Vorwärtsbewegung funktionierte wenig. Köln bewahrte Ruhe und machte die Räume eng. Für Michael Rensing im Kölner Tor war es ein ruhiger Nachmittag, eine Ecke in der 34. Minute parierte er souverän. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurde es dann doch nochmal brenzlig: Nach einem Freistoß kam Gekas an den Ball, den Geromel unglücklich ins eigene Tor beförderte. Doch Gekas hatte zuvor im Abseits gestanden - kein Tor.
Doppelchance Novakovic
Die zweite Halbzeit begann furios mit einer Doppelchance für den FC: Nach einem langen Abschlag von Rensing in der 51. Minute stand Novakovic vorne goldrichtig, scheiterte aber zuerst am Frankfurter Schlussmann, lupfte anschließend die sich bietende Nachschusschance über den Kasten. Nur kurze Zeit später tauchte Podolski allein vor Fährmann auf, doch sein Heber landete direkt in den Armen vom Schlussmann. Die Kölner überließen den Frankfurtern die Spielgestaltung und konzentrierten sich weiter auf die Verteidigung des 1:0 und auf ihre eigenen Konterchancen. Dem Spiel der Eintracht fehlte es an Kreativität und guten Ideen. Ihre Angriffsbemühungen bestanden weiterhin vor allem aus langen Bällen, die wirkungslos verpufften. Vor allem Youssef Mohamad und Pedro Geromel waren in dieser Phase des Spiels die Türme in der Schlacht. In der 74. Minute hatte der FC erneut eine gute Möglichkeit: Podolski schob einen Eckball zurück auf Petit, Chihi sah Podolski in guter Position, der die Kugel aus 15 Metern über das Tor jagte.
Zwei Abseitstreffer
Beide Mannschaften wirkten jetzt müde, doch der FC kam nochmal zu guten Möglichkeiten. In der 82. Minute wurde ein Treffer von Podolski nicht anerkannt, weil Vorbereiter Novakovic bei der Ballannahme im Abseits stand. In der 87. Minute tauchten Podolski und Adil Chihi allein vor Fährmann auf, Podolski legte quer, doch der Frankfurter Schlussmann hielt auf der Linie. Nur wenig später klärte die Kölner Abwehr einen der seltenen Frankfurter Angriffe souverän. Beim anschließenden Konter scheiterte der eingewechselte Sanou einmal mehr an Fährmann. In der 90. Minute war es Podolski, der bei dem Pass von Sanou im Abseits stand und erneut einen Treffer nicht anerkannt bekam.
Elfmeter für den FC
In der Schlussphase hatte der FC deutlich die Oberhand, Podolski rauschte allein mit dem Ball in den Frankfurter Strafraum, wo Fährmann in Bedrängnis den Kölner Kapitän zu Boden riss. Schiedrichter Brych entschied auf Elfmeter. Podolski verwandelte den Strafstoß sicher zum 2:0-Endstand und besiegelte damit den Klassenerhalt. 41 Punkte hat der FC jetzt auf dem Konto und steht auf dem 13. Tabellenplatz. Auf den FC wartet das vierte Jahr Bundesliga in Folge, Frankfurt rutscht auf Platz 17 ab.
1. FC Köln: Rensing - Brecko (71. Andrezinho), Mohamad, Geromel, Eichner - Pezzoni, Petit (78. McKenna) - Chihi, Podolski, Jajalo - Novakovic (86. Sanou)
Eintracht Frankfurt: Fährmann - Jung, Dudda, Russ, Köhler - Schwegler - Ochs, Heller - Caio (89. Altintop) - Gekas, Fenin (75. Amanatidis)
Tore: 0:1 Chihi (24.), 0:2 Podolski (90. FE)
Zuschauer: 51.500 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych
Gelbe Karten: Chihi (38.), Novakovic (62.), Petit (64.) - Ochs (8.), Fenin (28.), Caio (89.)
Adil Chihi:
„Das Wichtigste ist erstmal, dass wir gewonnen haben. Klar bin ich froh, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe, aber am Ende zählt nur der Sieg. Wir wollten unbedingt einen Punkt mitnehmen. Wir wollten uns belohnen, jetzt ist es ein Dreier geworden und wir sind überglücklich. Wenn man unsere letzten Auswärtsspiele gesehen hat, die waren ja nicht so prickelnd. Das Wichtigste war, dass wir zu Null spielen wollten, und das haben wir geschafft.“
Lukas Podolski:
„Die Erleichterung ist natürlich groß, wenn man drei Spieltage vor Schluss noch um den Abstieg kämpft und dann gegen Leverkusen und Frankfurt gewinnt. Wir haben das Spiel angenommen, von der ersten Minute an. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Wir haben keine Torchance zugelassen. Das einzige Manko war, dass wir am Ende die Torchancen nicht genutzt haben.“
Christian Eichner:
„Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass wir auswärts nichts mehr zu verlieren hatten. Uns war klar, wir können auswärts nur noch gewinnen. Wir hatten eine komfortable Situation mit vier Punkten Vorsprung. Selbst bei einer Niederlage hätten wir alles selbst in der Hand gehabt. Das hat der Mannschaft die letzte Überzeugung gegeben, auswärts mal zu gewinnen.“
Volker Finke:
„Der 1. FC Köln hat damit die Chance in etwas ruhiges Fahrwasser zu kommen. Ich denke, es ist schon notwendig, dass man versucht ein paar Leitplanken aufzustellen, in welche Richtung die sportliche Entwicklung gehen soll, welche Idee von Fußball man umsetzen möchte, was für Spielertypen in den nächsten zwei oder drei Wechselperioden dazugeholt werden. Meine eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt. Es ist natürlich eine ganz andere Voraussetzung, eine Weichenstellung in der ersten Liga vorzunehmen als erstmal wieder einen Wiederaufstieg in der zweiten Liga zu planen. Ich bin natürlich sehr froh, dass wir das hingekriegt haben. Es ist sehr schön, dass wir es vor dem Spiel gegen Schalke geschafft haben. Köln hat tolle Zuschauer und dann ist es nett, am letzten Spieltag mit ihnen zusammen den Klassenerhalt zu feiern. Man sollte in dieser Situation nicht vergessen, dass Frank Schaefer sehr viel dafür getan hat, damit ein Umbruch möglich war. Er hatte den entscheidenden Anteil daran, dass wir diesen Zwischenspurt mit den sieben Heimsiegen hinlegen konnten und der Mannschaft so Luft verschafft hat. Der Mannschaft muss ich natürlich auch ein Kompliment machen.“
Die Pressekonferenz nach dem Spiel:
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Kein Erklärungsbedarf
„Es muss wohl weder den Spielern, noch den Fans oder sonst jemandem erklärt werden, was am Samstag auf dem Spiel steht“, betonte Volker Finke. Mit einem Punktgewinn kann der FC in Frankfurt den Klassenerhalt sichern und für das vierte Jahr in der Bundesliga in Folge planen. Auf Unentschieden zu spielen gegen die unter Druck stehenden Frankfurter kommt für Finke jedoch nicht in Frage. „Auf einen Punkt zu spielen, ist immer gefährlich. Nach vorne spielen, um selbst in Führung zu gehen, ist das bessere Rezept“, erläuterte der Interimstrainer.
Auswärts punkten
Mit nur sechs Punkten aus 16 Gastspielen ist der FC in dieser Saison die schwächste Auswärtsmannschaft. Gegen Frankfurt will die Mannschaft diese Bilanz natürlich aufbessern und die noch fehlenden Punkte im Abstiegskampf schon am kommenden Wochenende einfahren. „Wir wollen endlich nach langer Zeit mal wieder auswärts punkten. Dann können wir abends gut gelaunt nach Hause fahren.“ Dieses Ziel soll mit Spielfreude, Leidenschaft und Zusammenhalt erreicht werden. „Diese Dinge sehe ich bereits im Training“, erklärte Finke zuversichtlich.
Aufmerksamkeit und Fröhlichkeit
Was unter der Woche für manchen Beobachter des Trainings eher nach Spaß aussah, war vor allem eine konzentrierte Vorbereitung auf den Saisonendspurt. Dabei könne es ruhig auch mal fröhlich zugehen, so Finke. „Aufmerksamkeit und Fröhlichkeit - das gehört zum Fußball dazu. Das heißt nicht, dass wir uns nicht konzentrieren, im Gegenteil.“ Auch das Wiedersehen mit dem ehemaligen Kölner Trainer Christoph Daum beeinflusse die Vorbereitungen nicht. „Im Spiel spielt es sowieso keine Rolle, wer der Trainer ist.“
Einsatz von Freis fraglich
Während Martin Lanig (Zehenbruch), Slawomir Peszko (Innenbandanriss im Knie) und Christian Clemens (Stressreaktion im Fuß) nach ihren Verletzungen weiterhin ausfallen, ist auch der Einsatz von Sebastian Freis noch fraglich. Unter der Woche wurde bei ihm eine Entzündung der Bauchdecke festgestellt. „Vielleicht schafft er einen Kurzeinsatz“, hofft Finke. Milivoje Novakovic legte am Donnerstag einen Ruhetag ein, der aber lediglich als Präventivmaßnahme gegen aufkeimende Adduktorenprobleme helfen sollte. Sein Einsatz gegen Frankfurt ist nicht in Gefahr.
Bei der Eintracht fehlen mit Sebastian Rode (Rotsperre), Ricardo Clark (Muskelfaserriss), Maik Franz (Mittelfußbruch), Sonny Kittel (Kreuzbandriss), Georgios Tzavellas (Kreuzbandanriss), Chris (Reha nach Bandscheiben-OP) und Zlatan Bajramovic (Aufbau nach Achillessehnen-OP) gleich sieben wichtige Akteure.
Dr. Felix Brych pfeift
Geleitet wird das Spiel von Dr. Felix Brych aus München. An den Seitenlinien assistieren ihm Wolfgang Walz und Marco Achmüller, zwischen den Trainerbänken komplettiert der vierte Offizielle Christian Dingert das Gespann. Der 35-jährige Schiedsrichter Dr. Felix Brych pfeift seit 2004 in der Bundesliga. Insgesamt leitete er bereits elf Partien mit der Beteiligung der 1. FC Köln in der Bundesliga.
