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FC Schalke 04Der 1. FC Köln trennte sich am Freitagabend im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 1:1-Unentschieden. Vor 45.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion erzielte Podolski die frühe Führung für den FC. Demba Ba egalisierte den Treffer in der zweiten Halbzeit.
Matuschyk und Lanig von Beginn an
Nach der bitteren Auswärtsniederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 nahm FC-Coach Zvonimir Soldo für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim zwei Umstellungen vor. Adam Matuschyk verdiente sich nach seinem ansprechenden Auftritt in Mainz einen Einsatz von Beginn an und ersetzte Taner Yalcin. Zudem kehrte Neuzugang Martin Lanig zurück in die Startelf. Für ihn musste Sebastian Freis auf der Bank Platz nehmen.
Starker FC-Beginn
Der FC begann von der ersten Minute an druckvoll und knüpfte an die gute Vorstellung gegen den FC St. Pauli an. Schon nach drei Minuten steckte Lukas Podolski schön zu Martin Lanig durch, der in den Strafraum gestartet war, doch der FC-Neuzugang zeigte sich im Abschluss zu unkonzentriert und fand im wachsamen TSG-Keeper Starke seinen Meister. Zwei Minuten später scheiterte Ehret aus spitzem Winkel am herausstürmenden Hoffenheimer Schlussmann nach feiner Vorarbeit von Adam Matuschyk. Den Kraichgauern dagegen fiel gegen gut sortierte Kölner zunächst nichts ein außer zwei Versuchen aus der Distanz durch Rudy (10.) und Salihovic (11.), die aber keine Gefahr ausstrahlten.
Poldi überwindet Starke
Der FC war die aggressivere Mannschaft und kam im Vergleich zum Spiel in Mainz viel besser in die Zweikämpfe. Auch spielerisch waren deutliche Fortschritte zu sehen. So fiel in der 17. Minute fiel dann die verdiente Führung für den FC. Podolski kam im Strafraum der Gäste nach einem Pass von Mato Jajalo an den Ball und zog aus spitzem Winkel ab, Starke bekam die Hände noch an den Ball, konnte aber die 1:0-Führung für den FC nicht mehr verhindern. Wer dachte, der FC würde sich nun zurückziehen und auf Konter lauern, irrte. Immer wieder setzte die Mannschaft von Zvonimir Soldo Gästekeeper Starke unter Druck. Eine tolle Kombination brachte dann beinahe das 2:0. Petit passte auf der linken Seite sehenswert mit der Hacke auf Jajalo, dessen gefährliche Hereingabe in der Mitte allerdings nicht von der FC-Offensive verwertet wurde.
Verdiente Halbzeitführung
Die TSG Hoffenheim wusste kaum, sich zu wehren und tauchte in den ersten 45 Minuten kein einziges Mal richtig gefährlich vor dem Kasten von Faryd Mondragon auf. Vor allem kämpferisch hatte die Mannschaft von Ralf Rangnick dem FC nur wenig entgegenzusetzten, der " angepeitscht durch seine lautstarken Fans " viel mehr Wille, Einsatz und Laufbereitschaft zeigte. Die FC-Führung zur Halbzeit war somit vollkommen verdient und hätte durchaus höher ausfallen können, wenn nicht sogar müssen.
Ausgleich durch Ba
TSG-Coach Ralf Rangnick reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel: Mlapa und Sigurdsson ersetzten Simunic und Weis und sollten für eine Belebung der bis dato lahmen Hoffenheimer Offensive sorgen. Und in der Tat kam die Rangnick-Elf nach Wiederanpfiff besser ins Spiel. In der 49. Minute zimmerte Salihovic zunächst das Leder aus knapp 30 Metern aufs Tor, Mondragon klatschte den Flatterball nur ab. Die FC-Abwehr zeigte sich jedoch wachsam und spitzelte das Leder vor der heranstürmenden TSG-Offensive zur Ecke. Kurze Zeit später konnte Ibisevic einen Querschläger von Christian Clemens nicht richtig verarbeiten. In der 54. Minute machte es Demba Ba dann besser. Der Senegalese nahm ein Zuspiel von Eichner auf, drehte sich kurz und zirkelte den Ball mit viel Effet ins lange Ecke " 1:1! Die Kraichgauer hatten kurz nach dem Ausgleich sogar die Führung auf dem Fuß, doch Mondragon parierte Ibisevics Schuss aus kurzer Distanz.
FC bei Standards gefährlich
Erst jetzt wachte der FC aus dem Kabinenschlaf auf und investierte wieder mehr ins Spiel. Insbesondere bei Standards sorgte die Elf von Zvonimir Soldo zunehmend für Gefahr. Zunächst verlängerte Petit eine Ecke von Jajalo ohne Fortune (63.). Danach versäumte es Mohamad nach einem Poldi-Freistoß die erneute FC-Führung zu erzielen (67.). Schließlich entschärfte Starke einen Freistoß von Petit (73.). Auf der anderen Seite kam Ba nach einem schnell vorgetragenen Konter zum Abschluss, sein Schuss wurde aber noch rechtzeitig von Brecko geblockt (70.). Die folgende Ecke köpften die Hoffenheimer direkt in die Arme von Faryd Mondragon.
Lanig mit der Führung auf dem Fuß
In der 78. Minute dann die Riesenmöglichkeit zur Führung für den FC: Clemens bediente mit einem Traumpass den völlig freistehenden Lanig, der noch genug Zeit hatte, sich eine Ecke auszusuchen, letztendlich aber Nerven zeigte und an Starke scheiterte. Soldo versuchte anschließend, mit Freis und Yalcin noch mal neuen Schwung in die Offensive zu bringen. Letzterer machte wenig später mit einer tollen Aktion auf sich aufmerksam, als er auf dem linken Flügel Beck vernaschte und in den Strafraum flankte, wo Matuschyk nur knapp das Leder verpasste (88.). Es blieb jedoch am Ende beim 1:1, womit die Hoffenheimer sicherlich besser leben konnten. Der FC dominierte die erste Hälfte klar, versäumte es jedoch, ein zweites Tor nachzulegen. In der zweiten Halbzeit gestaltete sich die Partie dann ausgeglichener.
1. FC Köln: Mondragon - Brecko, Mohamad, Geromel, Ehret - Lanig, Petit, Matuschyk, Jajalo (81. Yalcin) - Clemens (81. Freis 90. Ionita), Podolski
TSG Hoffenheim: Starke - Beck, Simunic (46. Sigrudsson), Vorsah, Eichner - Luiz Gustavo, Weis (46. Mlapa) - Rudy, Salihovic - Ibisevic (88. Tagoe), Ba
Tore: 1:0 Podolski (17.); 1:1 Ba (54.)
Zuschauer: 45.000
Schiedsrichter: Knut Kircher
Gelbe Karten: Lanig (37.), Clemens (65.), Freis (85.); Simunic (33.)
Daten zum Spiel
Mit einem satten Linksschuss erzielte er die 1:0-Führung für den FC gegen Hoffenheim. Nach dem Spiel sprach fc-koeln.de mit der Nummer 10 des 1. FC Köln, Lukas Podolski.
fc-koeln.de: Lukas, Unentschieden zum Ende der englischen Woche. Wie beurteilst du das Spiel?
Lukas Podolski:"Ich denke, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein bisschen zu weit zurückgezogen. Trotzdem haben wir weiter Druck gemacht und hatten noch die ein oder andere Gelegenheit, die wir eigentlich nutzen müssen, dann hätten wir das Spiel auch verdient gewonnen. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und die Zuschauer waren auch zufrieden. So müssen wir weiter arbeiten."
Wie sehr ärgern die Chancen, die man gerade auch in der zweiten Halbzeit vergeben hat?
"Natürlich ärgert das einen, wenn man 1:0 in Führung liegt, dann ein blödes Gegentor kassiert, weiter anrennt und trotzdem kein weiteres Tor macht. Aber ich denke, wir müssen zufrieden sein, wir müssen weiter arbeiten und dann holen wir auch unsere Punkte!"
Weitere Stimmen zum Spiel, die Highlights und die gesamte Partie als Re-Live gibt es jetzt auf FC-TV.
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Zum ersten Freitagabendspiel des 1. FC Köln in dieser Saison kommt die TSG Hoffenheim ins RheinEnergieStadion. FC-Trainer Zvonimir Soldo und FC-Manager Michael Meier gaben bei der Spieltagspresskonferenz einen Ausblick auf die Begegnung und beantworteten die Fragen der angereisten Pressevertreter.
"Unnötige Gegentore?
Zvonimir Soldo wehrte sich zunächst zu dem häufig vorgetragenen Vorwurf, er agiere zu defensiv: "Wir spielen nicht mit einer Betontaktik. Allerdings mussten wir nach sieben Gegentoren in zwei Spielen etwas für unsere Stabilität machen. Wir haben dann gegen St. Pauli eine sehr gute erste Halbzeit gezeigt. Gegen die Bayern konnte niemand erwarten, dass wir das Spiel machen." Auch in Mainz habe man mit sechs Offensivakteuren begonnen und wollte offensiver agieren, allerdings strotze Mainz momentan vor Selbstbewusstsein und habe einen Lauf, daher sei dies nicht gelungen. "Der ein oder andere Spieler von uns hat sich von Mainz beeindrucken lassen. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns befreien, fangen uns aber zwei unnötige Gegentore", resümierte der Coach das Geschehen.
Soldo fordert Geduld mit jungen Spielern
Hoffenheim bezeichnete Soldo als "schwierigen Gegner?. Vergangene Saison habe man versucht, zuhause offensiv gegen die Kraichgauer zu Werke zu gehen, daraufhin habe man sich eine herbe Pleite eingefangen. "Entscheidend ist aber nicht, mit wie vielen Stürmern wir gegen Hoffenheim spielen. Wichtig ist, dass wir zum Abschluss kommen", befand der Kroate. Dazu müsse man anders als gegen Mainz in die Zweikämpfe gehen. Vom Umfeld erhofft sich Soldo mehr Geduld mit seinen jungen Spielern: "Mario Gomez und Christian Gentner haben in Stuttgart auch über drei Jahre gebraucht, bis sie sich in der Bundesliga etabliert hatten. Auch unsere jungen Spieler benötigen Zeit." Man habe sich dazu entschieden, diesen Weg zu gehen, und man werde ihn auch fortsetzen.
Meier stärkt Mondragon den Rücken
Innenverteidiger Pedro Geromel, der sich in Mainz eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zuzog und in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden musste, steht gegen die Kraichgauer wohl wieder zur Verfügung. Ob es Änderungen gegenüber der Startelf in Mainz geben wird, behielt sich der Trainer vor. "Da will ich noch das Abschlusstraining abwarten", so der Coach. Derweil stärkte Michael Meier dem in Mainz kritisierten FC-Keeper Faryd Mondragon den Rücken: "Wir sind froh, dass wir solch einen Spielertyp in unserer Mannschaft haben. Er hat schon viele Spiele für uns gerettet."
