Eintracht Braunschweig
1. FC Köln
1. FC Köln
SV Sandhausen
FC Erzgebirge Aue
1. FC Köln
1. FC Köln
FC Energie Cottbus
1. FC Köln
FC St. Pauli
1. FC Union Berlin
1. FC Köln
1. FC Köln
FSV Frankfurt 1899
SC Paderborn
1. FC Köln
1. FC Köln
Dynamo Dresden
SSV Jahn Regensburg
1. FC Köln
1. FC Köln
1. FC Kaiserslautern
VfR Aalen
1. FC Köln
1. FC Köln
MSV Duisburg
TSV München 1860
1. FC Köln
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VfL Bochum 1848
Hertha BSC
1. FC Köln
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FC Ingolstadt 04
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1. FC Köln
Zum Auftakt der neuen Saison schickte Holger Stanislawski bis auf den verletzten Christian Clemens dieselbe Mannschaft aufs Feld, welche die erste Halbzeit beim 2:0-Testsieg gegen den sc Heerenveen bestritt. Timo Horn, Dominic Maroh, Daniel Royer, Kevin Wimmer und Matthias Lehmann feierten ihr Pflichtspiel-Debüt für den 1. FC Köln. Royer ersetzte auf der linken Außenbahn den verletzten Clemens.
Übergewicht für den FC
Unterstützt von 2.500 mitgereisten FC-Fans war der 1. FC Köln mit Spielbeginn um Spielkontrolle bemüht. Besonders die defensiven Mittelfeldspieler Adam Matuschyk und Matthias Lehman versuchten das eigene Spiel anzukurbeln und fungierten immer wieder als Anspielstation. Eintracht Braunschweig präsentierte sich mit einem kompakten Mittelfeldverbund. In einem 4-1-4-1 System, mit Norman Theuerkauf als Abräumer vor der Abwehr, versuchte die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht ab der Mittellinie den Spielaufbau der Gäste zu stören. Dementsprechend waren Großchancen im ersten Durchgang rar gesät.
Tese hat die Führung auf dem Fuß
Für den ersten Spielhöhepunkt sorgte Christian Eichner in der 12. Minute, der eine scharfe Flanke in den gegnerischen Strafraum schlug, doch der mitgelaufene Chong Tese wurde im letzten Moment bei der Ballannahme gestört, sodass sein Schussversuch am Gehäuse von Torwart Daniel Davari vorbeistrich. Fünf Minuten später war es Kevin Wimmer, der mit einem ansehnlichen Pass wiederum Chong Tese in Szene setzte. Der Stürmer legte den Ball auf Bröker ab, der diesen allerdings nur sehr ungenau auf das Tor brachte und somit für keine Gefahr sorgte. Für die erste Chance des Gastgebers sorgte Domi Kumbela, doch der Mittelstürmer verpasste ein steiles Anspiel nur knapp. Die größte Möglichkeit zur FC-Führung hatte erneut Chong Tese. Nach einem Fehlpass der Braunschweiger Abwehr spielte Adil Chihi den Ball auf Tese, der das Spielgerät aber nicht richtig unter Kontrolle bekam und das Tor mit seinem Abschluss um rund zwei Meter verfehlte.
Royer mit der Chance, Ademi mit der Führung
Nach der Halbzeit zeigte sich der FC zunächst giftiger im Zweikampf und konzentrierter im Spielaufbau. Miso Brecko spielte einen Pass auf Thomas Bröker, der an der gegnerischen Seitenauslinie den Ball klug in den Rückraum spielte, doch der angerauschte Royer setzte den Schuss um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (57.). Mitten in der Druckphase des FC fiel der Führungstreffer für Eintracht Braunschweig durch Orhan Ademi. Nach einem Freistoß von Kevin Kratz spekulierte der 1. FC Köln auf Abseits und rückte aus dem Strafraum heraus. Abwehrchef Deniz Dogan köpfte mutterseelenallein vor Timo Horn an die Latte, den Nachschuss verwandelte der gerade erst eingewechselte Orhan Ademi zum 1:0 für die Gastgeber (68.).
Braunschweig mit Kontermöglichkeiten
Der 1. FC Köln war um den schnellen Ausgleichstreffer bemüht. Daher ergaben sich Räume für die Eintracht, die durch Raffael Korte beinahe die Führung ausbaute. Nach einem schnellen Konter über den lauffreudigen Kumbela traf der 21-Jährige allerdings nur den Pfosten (71.). In der 82. Minute war es erneut Kumbela, der knapp über das Gehäuse von Timo Horn schoss. Die Mannschaft von Holger Stanislawski drückte unbeirrt auf den Ausgleich. Mit Mc Kenna wechselte Stanislawski in der 86. Minute einen weiteren kopfballstarken Spieler ein. Mc Kenna war es auch, der kurz vor Schluss eine scharfe Flanke von Miso Brecko und somit den Ausgleichstreffer verpasste – wenig später pfiff Schiedsrichter Gagelmann die Partie ab.
Eintracht Braunschweig: Davari - Correira, Dogan, Bicakcic, Reichel - Theuerkauf - Kruppke (68. Ademi), Kratz, Vrancic (46. Korte), Boland - Kumbela (87. Kessel)
1. FC Köln: Horn - Brecko, Maroh, Wimmer (86. McKenna), Eichner – Lehmann, Matuschyk (76. Ishak) - Chihi, Bröker, Royer (76. Jajalo) - Tese
Tore: 1:0 Ademi (68.)
Gelbe Karten: Kruppke (61.)
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Zuschauer: 21.800
Werner Spinner: "Ich habe einen guten 1. FC Köln gesehen, der einen Punkt verdient hätte und sicherlich in den kommenden Wochen für starke Leistungen mit Punkten belohnt wird. Ein großer Dank geht besonders an die mitgereisten 2.500 FC-Fans, die unsere Mannschaft hervorragend, und vor allem friedlich, unterstützt haben. Ich bin sicher, dass wir in dieser Kombination, Mannschaft und Fans, zusammen noch sehr viel Freude am 1. FC Köln haben werden."
Holger Stanislawski: "Glückwunsch an Eintracht Braunschweig. Ich glaube, wir haben heute ein sehr intensives und gutes Zweitligaspiel gesehen. Mit vielen Situationen, die wir leider nicht so für uns nutzen konnten, wie wir es gerne gemacht hätten. Es gab viele Situationen, die wir zum Ende besser spielen müssen. Wir haben relativ wenig weggegeben, bis zu der einen Situation, wo wir aktiv auf Abseits spielen und leider der halbe Schritt fehlt. Danach wurde es noch einmal richtig intensiv. Braunschweig hat noch zwei Hochkaräter gehabt, wir haben hinten heraus noch zwei, drei gute Situationen gehabt. Insofern haben wir uns heute leider nicht für eine richtig gute Leistung, die wir geboten haben, belohnt. Leider haben wir uns mit der Abseitssituation selber bestraft, aber die vielen guten Dinge nehmen wir mit und gucken, dass wir es am Freitag, beim ersten Heimspiel, dann besser machen. Dafür, dass wir einen sehr großen Schnitt gemacht haben, habe ich eine sehr gute Mannschaft gesehen. Wir haben viele Dinge gesehen, die gut funktioniert haben, aber es fehlt die letzte finale Aktion, daran müssen wir schrittweise arbeiten. Das Wichtige ist aber, dass wir uns viele gute Situationen herausspielen konnten. Ich glaube nicht, dass das in Braunschweig jede Mannschaft hinbekommt. Das Ergebnis stimmt nicht, aber wir nehmen ganz viele gute Dinge mit. Ich glaube, das gibt uns Auftrieb für die nächsten Wochen."
Thomas Bröker: "Wir haben ein gutes, engagiertes Spiel gemacht und sind leider nicht dafür belohnt worden. Die Abseitsfalle hat leider nicht funktioniert, so sind wir blöd 1:0 in Rückstand geraten. Leider konnten wir dann hinten heraus nicht mehr den nötigen Druck entfachen, um noch das 1:1 zu machen. Der entscheidende Pass hat gefehlt, aber wir hatten dennoch zwei hundertprozentige Chancen. Wenn wir da das Tor machen, geht es vielleicht ganz anders aus. Wir müssen an die Leistung, die wir gebracht haben, am Freitag anknüpfen und sie dann in Tore ummünzen.
Miso Brecko: "Wir haben viele Chancen gehabt. Jetzt müssen wir die Fehler analysieren und es nächstes Spiel besser machen. Wir müssen Ruhe bewahren, denn es liegen noch viele Spiele vor uns. Beide Mannschaften haben etwas vorsichtig in der ersten Halbzeit gespielt. Wir haben unsere Chancen gehabt, aber leider hat Braunschweig gewonnen. Die Abseitsfalle war so abgesprochen, es ist schade, aber wir müssen den Kopf oben behalten. Jeder hat alles gegeben. Ich bin sicher, dass noch viele Punkte kommen. Keiner von uns ist zufrieden heute."
Matthias Lehmann: "Wenn man den Spielverlauf sieht, haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Wir hatten Chancen, aber haben sie leider nicht gemacht, uns hat der Killer-Instinkt gefehlt. Wir haben die Abseitsfalle einstudiert, sie hat nicht funktioniert ÂÂ- so ist bitter gelaufen. Wir haben über weite Strecken richtig guten Fußball gespielt. Unsere Fans haben richtig gute Stimmung gemacht, uns super unterstützt. Ich denke auch sie haben eine Mannschaft auf dem Platz gesehen, die willig ist. Das ist der erste Ansatz."
Timo Horn: "In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend, aber haben es versäumt die klaren Chancen herauszuspielen und das Tor zu machen. Jetzt geht es gegen Sandhausen weiter. Die Abseitsfalle war geplant, ich habe gehört, dass es aber kein Abseits war - so ist es natürlich doppelt bitter, denn ein Punkt wäre verdient gewesen. Der letzte Pass hat heute gefehlt. Bis vorm Tor haben wir gut gespielt, jetzt müssen wir nur noch zielstrebiger werden. Ich habe mich in meinem ersten Spiel sehr gut gefühlt, es geht alles etwas schneller zu als in den unteren Ligen, aber daran werde ich mich in den nächsten Wochen gewöhnen."
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Holger Stanislawski kennt die 2. Bundesliga. Sieben Jahre hat er dort als Verteidiger des FC St. Pauli gespielt. Er weiß, was eine Mannschaft benötigt, um in der zweithöchsten Spielklasse erfolgreich zu sein: „Wir brauchen einen langen Atem“, sagt der 42-Jährige. „Wir dürfen uns nach zwei Siegen nicht durch die Stadt tragen lassen, und nach zwei Niederlagen nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Es werde eine „intensive Zweitligasaison“, warnte er, „aber alle sind gewillt, richtig Gas zu geben. Mein Vertrauen zu den Jungs ist unglaublich groß.“
„Ein guter Auftakt“
Die knapp sieben Wochen Vorbereitung sind nun vorüber. Am Samstag reist die Mannschaft mit dem Bus nach Braunschweig. Am Sonntag geht es im Eintracht-Stadion um die ersten Punkte. „Es geht endlich los“, begann Stanislawski erwartungsfreudig die Pressekonferenz. Man merke bereits die Anspannung in der Mannschaft, berichtet er und „wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Wir wissen, dass Braunschweig in der letzten Saison ein sehr, sehr gutes Jahr gespielt hat und gerade zuhause sehr unangenehm zu spielen ist.“ Der Respekt vor der Eintracht ist da, die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht werde man nicht unterschätzen. Trotz aller Achtung vor dem Gegner, erkennt Holger Stanislawski in der Partie eine große Chance, denn es sei ein guter Auftakt, gleich gegen so eine gute Mannschaft zu spielen. „Danach wissen wir, wo wir stehen, wo müssen wir ansetzen, wo müssen wir weitermachen“, so der FC-Trainer. Entscheidend sei zu wissen, dass man am „ersten Spieltag weder aufgestiegen, noch abgestiegen ist.“
„Selbstbewusst und mutig aufspielen“
Um aus Braunschweig etwas Zählbares mitzunehmen, gab der Coach schon einmal die Marschroute vor: „Es ist egal, gegen wen wir spielen. Ich brauche nicht nach Bayern München fahren, um zu sagen, wir kommen von unserer Linie ab und stellen uns hinten rein und fangen an zu mauern. Wir versuchen unsere Art Fußball zu spielen, egal ob zuhause, oder auswärts. Die Mannschaft soll selbstbewusst und mutig aufspielen. Die Jungs sollen jedes Spiel als das Wichtigste ansehen“, forderte Stanislawski. Dass viele Experten und Trainerkollegen seine Mannschaft dabei zu den Favoriten zählen, scheint den FC-Coach nicht zu beschäftigen. Was „in den Gazetten“ stehe, lese er nicht, behauptete Stanislawski. „Ob uns irgendein anderer Trainer, oder ein Prominenter als Aufstiegskandidat sieht, ist uns relativ wurscht. Da gucken wir nicht über Köln hinaus“, sagte Stanislawski. „Was zählt ist um halb vier am Sonntag auf dem Platz. Da sollen die Jungs Spaß haben“, fügte er an.
„Riesige Vorfreude“
Stanislawski selber blickt dem Saisonstart gelassen entgegen. Vor den Spielen könne er schlafen „wie ein Baby“ und wache „mit einem Lächeln“ am nächsten Morgen wieder auf. „Für mich ist es kein Druck, sondern eine riesige Vorfreude. Ich stehe nicht auf dem Platz, obwohl ich manchmal gerne drauf stehen würde, um von der Seite reinzugrätschen, aber das wird nicht funktionieren.“ Nicht auflaufen können die beiden verletzten Neuzugänge Tobias Strobl und Thomas Kessler, sowie der 20-Jährige Christian Clemens, der sich im vergangenen Testspiel gegen den sc Heerenveen am 28. Juli einen Innenbandriss zuzog. Wer den Flügelspieler am Sonntag ersetzen wird, wollte Stanislawski nicht verraten. „Ich sage zur Aufstellung grundsätzlich nichts, aber wir werden mit einem Torwart und zehn Feldspielern beginnen“, flachste er. Den Auftakt gegen Eintracht Braunschweig pfeift Schiedsrichter Peter Gagelmann. Assistiert wird er von den Linienrichtern Matthias Anklam und Sascha Thielert. Vierter Offizieller wird Malte Dittrich sein.
Die Pressekonferenz vor Braunschweig:
"Ärmel hochkrempeln und Taten folgen lassen"
Dienstag, 15. Mai 2012
"So ein Gefühl hat man nirgendwo auf der Welt"
Mittwoch, 02. Mai 2012
