• Profis | 23.05.2017

    FC in China

    Ein Platz voller Kinder

  • Profis | 23.05.2017

    FC in China

    Ein Platz voller Kinder

  • Profis | 23.05.2017

    FC in China

    Ein Platz voller Kinder

  • Profis | 23.05.2017

    FC in China

    Ein Platz voller Kinder

  • Profis | 23.05.2017

    FC in China

    Ein Platz voller Kinder

Am zweiten Tag der China-Reise absolvierten die FC-Profis ein Training mit mehr als 120 Schülern. Zudem wurde die Partnerschaft des 1. FC Köln mit der Provinz erweitert.

Am Dienstagvormittag konnten sich die FC-Profis endlich wieder ein bisschen bewegen. Im Olympiastadion von Shenyang absolvierte die Mannschaft ein lockeres Training bei strahlendem Sonnenschein. In der 60.000 Zuschauer fassenden Arena trägt der FC Liaoning seine Heimspiele aus, am Mittwoch kommt es hier zum Freundschaftsspiel. Entsprechende Plakate und Banden waren bereits platziert. Zahlreiche Fotografen und Kamerateams beobachteten die Einheit, FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, Cheftrainer Peter Stöger sowie Timo Horn und Matthias Lehmann standen in Interviews Rede und Antwort. Häufigste Frage: Wie die deutschen Gäste den chinesischen Fußball und den Gegner einschätzen. Auch dank Anthony Ujah, der am Montagabend noch einige Ex-Kollegen im Hotel besucht und von seinen Erfahrungen in China berichtet hatte, waren die FC-Profis gut vorbereitet. „Wir freuen uns auf das Spiel und ich hoffe natürlich, dass nicht ausgerechnet Tony Ujah ein Tor gegen uns schießt“, sagte Horn.

Am Nachmittag ging es dann mit dem Bus durch den dichten Verkehr der Millionenstadt zu einem kleineren Stadion, in dem mehr als 120 Schülerinnen und Schüler auf den FC warteten. An zehn Stationen von Torschuss über Dribbling bis zu Kurzpässen waren die Kinder mit großer Begeisterung dabei, jeweils angeleitet von zwei bis drei FC-Profis – neben Verständigung mit Händen und Füßen war auch Improvisationstalent gefragt. Etwa bei Simon Zoller, der etwas ratlos vor einer Kinderschar in roten „Spüre-Köln“-Shirts stand. „Wir sollen jetzt mit 20 Kindern acht gegen zwei spielen“, sagte der Stürmer lachend, „ich glaube, wir gehen einfach zur nächsten Station.“ Milos Jojic stand derweil im Tor und wich Schüssen aus, Anthony Modeste tobte mit johlenden Kindern beim Trainingsspiel über den Platz.

Spaßtraining und Fußball-Akademie

Die Teilnehmer kamen vom FC Liaoning und verschiedenen Schulen, darunter auch die Internationale Schule. Die Eltern der allermeisten der 75 Schüler arbeiten in der Region bei BMW-Brilliance, einem deutsch-chinesischen Joint Venture, das das Training mit organisiert hatte. Auch Christian Broder arbeitet seit 2013 in Shenyang, stammt aber eigentlich aus Sachsen-Anhalt und war schon immer FC-Fan. Kein Wunder, dass Broder es kaum fassen konnte, dass sein kleiner Sohn nun mit Sven Müller und Thomas Kessler Elfmeter schoss. „Zuletzt habe ich den 1. FC Köln kurz vor meinem beruflichen Wechsel nach China 2013 beim 3:0-Sieg in Ingolstadt gesehen und jetzt sind die Jungs plötzlich hier in Shenyang.“

Der Leiter der Internationalen Schule, auf die Broders Sohn geht, freute sich besonders über die Gelegenheit, Peter Stöger zu treffen – Robert Moser stammt wie der FC-Cheftrainer aus Österreich. Seit acht Jahren ist Moser jetzt schon in China, dass der FC sich hier engagiert, hält er für eine gute Idee. „Die Chinesen lieben Fußball, aber sie schauen vor allem nach Deutschland und England und hielten entsprechend lange nicht so viel von ihrer eigenen Liga“, so Moser. „Es wird also Zeit, dass der chinesische Fußball sich entwickelt, gerade in der Jugendarbeit, denn das Potenzial ist groß.“

Passenderweise bestätigte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle am Dienstag einen weiteren Teil des FC-Engagements in China. So plant BMW-Brilliance mit der Provinzregierung die Förderung einer Jugend-Fußball-Akademie in Shenyang. Der 1. FC Köln wird dieses Projekt der Provinz mit seinem Know-How unterstützen, etwa bei der Trainerausbildung. „Unsere Partner haben den Ehrgeiz, Shenyang wieder zu der führenden Fußball-Region Chinas zu machen, die es einmal war. Dabei werden wir gerne mithelfen“, sagte Wehrle.

Als nach knapp anderthalb Stunden Reha-Coach Marcel Abanoz das Training abpfiff, hatte der FC auf jeden Fall vermittelt, wie viel Spaß Fußball machen kann, selbst dann, wenn 120 Kinder auf einem Platz durcheinanderlaufen. Es gab es ein großes Gruppenfoto und die Kinder bestürmten die Profis mit der Bitte um Autogramme, bevor der FC-Tross zurück ins Hotel fuhr. Am Mittwoch steht um 19.30 Uhr (13.30 Uhr MEZ, live bei Sport1) das Freundschaftsspiel gegen den FC Liaoning auf dem Programm.

Schlagwörter:

China
  • empfehlen