Profis | 17.02.2017

Christian Clemens im GeißbockEcho

„Ich war nie richtig weg“

Vor dreieinhalb Jahren hat Christian Clemens den FC in Richtung Schalke verlassen. Sein Weg führte ihn weiter nach Mainz – und in diesem Winter zurück zum FC. Ein Gespräch über Karneval, Köln und Fehler in der Vergangenheit.

Christian, als was gehst du an Karneval?

Lustig, dass du mich das fragst. Vorhin waren meine Freundin und ich Kostüme kaufen. Auf die FC-Karnevalssitzung werden wir als Piratin und Pirat gehen. Die letzten drei FC-Sitzungen habe ich ja verpasst, deswegen bin ich froh, wieder dabei zu sein.

Du bist also wegen des Karnevals zum FC zurückgekehrt.

(lacht) Genau. Nein, Quatsch, natürlich nicht. In Mainz gab es übrigens auch Karneval, auch wenn man es da anders nennt. 

Aber jetzt kannst du ja offen sagen …

… Man kann es nicht vergleichen, das stimmt. Karneval ist in Mainz einfach kleiner. Am 11.11. habe ich dort keinen gesehen, der kostümiert herumgelaufen ist. Hier in Köln ist es genau andersherum: Hier sieht man am 11.11. niemanden, der kein Kostüm anhat.

Der Karneval war also nicht der Grund für deine Rückkehr zum FC. Was dann?

Der Kontakt zum FC ist nie abgerissen und ich habe mir immer vorstellen können, irgendwann zurückzukommen. Jetzt war der Zeitpunkt da. Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. 

Dein Wechsel wurde kurz vor Weihnachten beim Spiel des FC gegen Leverkusen im Stadion bekannt gegeben – da hast du schon auf der Tribüne gesessen. Was ging in diesem Moment in dir vor?

Es war ein sehr schönes Gefühl. Ich wusste zwar, dass mein Wechsel an dem Tag bekannt gegeben werden sollte, aber ich wusste nicht genau, wie. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es als Stadiondurchsage verkündet wird. Auf der Tribüne kamen direkt ein paar Leute zu mir und haben mir gratuliert, auch in den sozialen Netzwerken gab es positive Reaktionen. Das hat mich sehr gefreut. 

Im Sommer 2013 bist du vom 1. FC Köln zum FC Schalke 04 gewechselt. Wie hoch hättest du damals die Wahrscheinlichkeit geschätzt, dass du dreieinhalb Jahre später wieder zurück beim FC bist? 

Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit war damals sehr gering. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich der FC in so kurzer Zeit wieder zu so einem Verein entwickelt, wie es sich für den 1. FC Köln eigentlich gehört. Die Verantwortlichen machen hier eine sehr gute Arbeit. Das habe ich die ganze Zeit über verfolgt.

Stimmt es, dass du auch in den vergangenen Jahren mindestens einmal in der Woche in Köln warst?

So oft war es nicht. Es hat mit der Zeit nachgelassen, weil es nach Mainz 180 Kilometer Strecke sind. Aber ich habe versucht, so oft wie es geht hier in Köln zu sein. Ich habe hier Familie und Freunde. Ich war nie richtig weg.

Hattest du auch weiter Kontakt zu FC-Spielern?

Mit Timo Horn ab und zu. Wir haben uns zum Beispiel zu Geburtstagen gratuliert. Aus meiner ersten Zeit sind nur noch fünf Spieler nach wie vor hier: Timo, Matze Lehmann, Dome Maroh, Jonas Hector und Thomas Kessler. Rund ums Team kenne ich aber noch viele Leute. Die Physiotherapeuten, die Zeugwarte, die Mannschaftsärzte, den Busfahrer. Oder aus der Nachwuchsabteilung den Torwart- und Athletiktrainer Rolf Herings oder Reha-Trainer Georg Winkelhoch.

Hier geht's zum kompletten Interview mit Christian Clemens

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Tabelle

Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
6 Eintracht Frankfurt 35
7 1. FC Köln 33
8 Bayer 04 Leverkusen 30

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