Profis | 16.02.2017

Neven Subotic über seine Anfangszeit

„Köln ist ein Musterbeispiel“

Genau drei Wochen ist Neven Subotic nun beim 1. FC Köln. Dennoch fühlt er sich bereits sehr wohl am Rhein. Auch auf den Karneval will er sich einlassen.

Neven Subotic sprach am Mittwoch im Geißbockheim über…

…seine ersten 21 Tage in Köln: „Gefühlt sind 40 bis 50 Tage vergangen, nicht nur drei Wochen. In der Zeit habe ich so viele Eindrücke gesammelt: von den Auswärtsspielen, von dem Heimsieg. Ich hoffe, dass ich noch viele Siege erleben darf, vor allem dann auf dem Platz. Ich wurde gut empfangen. Alles passt hier, ich muss nur noch meine Arbeit machen. Die Mannschaft und das Team darum haben mir ab dem ersten Tag gezeigt, dass ich hier glücklich werden kann, wenn ich hart arbeite. Genau das habe ich gesucht und das ist seit dem ersten Tag gegeben. Nach knapp drei Wochen fühlt sich das nicht an, als wäre ich in einer neuen Mannschaft. Ich bin schon integriert und fühle mich als Teil der Mannschaft – auf und neben dem Platz. Wenn es eine Anleitung braucht, wie man sich schnell integriert, dann ist Köln ein Musterbeispiel.


…seinen Umzug nach Köln:
„Für mich war absolut klar, wenn ich hier bin, dann bin ich von Anfang an komplett hier. Ich habe direkt am zweiten Tag nach Wohnungen gesucht. Ich möchte mich ganz konkret auf diese Chance einlassen. Ich bin niemand, der denkt, ich könnte hier hinkommen und es würde schon irgendwie laufen. Mir ist ganz bewusst, dass ich alles geben muss um mich zu beweisen und Teil der Mannschaft zu sein.“


…seine Rolle im Team: „Mir war klar, dass ich hier nicht hinkomme und direkt einen Stammplatz habe. Das haben wir im Vorfeld auch besprochen, ich bin hier ohne Garantie hingekommen. Ich habe hier eine Chance und die versuche ich mit harter Arbeit zu nutzen. An meinen ersten beiden Trainingstagen habe ich gemerkt, dass jeder spielen könnte. Alle geben Vollgas. Dieser Wettkampf ist wichtig für alle, jeder muss seine beste Leistung bringen.“


…die Unterschiede zwischen dem BVB und dem FC: „Das gute ist, der Ball ist immer „Size 5“ und der Platz hat immer die gleiche Größe. Von daher macht es für mich auch keinen Unterschied. Ich habe ja auch bei anderen Vereinen und der Nationalmannschaft gespielt. Seit klein auf ist der Ball gleich und solang genug Spieler zum Kicken kommen, vergisst man alles andere. Wichtig sind die Dinge, die nicht zu kaufen sind. Und das ist hier vorhanden.“


…die Stimmung im RheinEnergieSTADION: „Für mich war es besonders, das Stadion aus der Heimperspektive zu erleben. Das ‚Schalwedeln‘ bei der Hymne ist schon cool.“


…seine lange Ausfallzeit:
„Ich habe nie an irgendwas gezweifelt. Ich habe Fußball nicht verlernt, ich benötigte nur Zeit, um wieder in Form zu kommen. Ich habe mich im Trainingslager beim BVB vorbereitet, und nun auch hier. Wenn ich gesund bin, kann ich meine Leistung bringen. Das kann ich aber nur auf dem Platz beweisen. Es war daher natürlich eine Befreiung, wieder über 90 Minuten zu spielen. Jetzt müssen wir nicht mehr über meine Premiere oder mein Comeback sprechen, ich bin jetzt im Alltag.“


…seinen schnellen Wechsel: „Ich habe kurzfristig erfahren, dass es Gespräche gibt. Am Tag vor der Bekanntgabe des Wechsels wurde es konkret. Ich habe dann schnell meine Sachen gepackt und bin nach Köln gefahren. Zum Glück braucht man zum Kicken nicht viel. Ich glaube ich habe zwei Paar Schuhe, zwei Paar Hosen und drei T-Shirts eingepackt, mehr braucht man nicht. Okay, vier Paar Socken und Unterhosen, klar. Davon kann man nie genug haben.“


...Traditionen in Köln:
„Das schwierige ist, ich muss mich an zwei Dialekte gewöhnen: Österreichisch und Kölsch. Da muss ich mich schon konzentrieren. Aber die Umgebung passt zu mir, und ich zur Umgebung. Ich würde schon sagen, dass ich nach Köln passe. Dazu kann ich eine Anekdote erzählen: Ein Freund von mir, Urkölner, hatte Geburtstag. Es waren Leute aller Altersklassen da, es lief unterschiedliche Musik. Mal gefiel es den Älteren, mal den Jungen. Auf einmal liefen Kölsche Lieder – und sofort ist ein Wir-Gefühl durch die Musik entstanden, generationsübergreifend. Das fand ich beeindruckend, das gibt es nicht überall.“ 

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Tabelle

Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
6 Eintracht Frankfurt 35
7 1. FC Köln 33
8 Bayer 04 Leverkusen 30

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